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Mutterkuh-Haltung

Zoomaufnahme einer Fleckvieh-Mutterkuh mit ihrem wenige Tage alten Kalb auf der Oberhausalm im Wolfbachtal

Unter Mutterkuh-Haltung versteht man die Aufzucht von Kälbern durch die Mutterkuh, die während dieser Phase nicht gemolken wird.

Allgemeines

Üblicherweise wurden (und werden) Kälber nach relativ kurzer Zeit von der Mutterkuh getrennt und teils mit Ersatzmilch aufgezogen. Bei der Mutterkuh-Haltung wird das Kalb bis zum Alter von etwa zehn Monaten von der Mutter gesäugt und daher nicht vom Muttertier getrennt. Je nach Nutzung des Kalbes kann das Absetzen auch zu einem früheren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Die Mutterkuh-Haltung ist eine Alternative zur industriellen Fleischproduktion und zur Milchlieferung mit oft zu geringen Erträgen, da sie in jeder Hinsicht artgerechter und für die Tiere schonender ist und wird immer häufiger von Züchtern und Haltern von Fleckvieh und Pinzgauer Rindern praktiziert.

Gefährdung durch Mutterkühe

Während des Sommers weiden Mütterkühe auf hofeigenen Futterwiesen oder im Rahmen der Almwirtschaft auf Almböden. Hier kommt es immer wieder zu unliebsamen Vorfällen, da Wanderer − sowohl Einheimische als auch Gäste − das Gefährdungspotential unterschätzen oder sich bewusst oder unbewusst selbstgefährdend verhalten. Dies kann leider allzu häufig beobachtet werden. Es entsteht dabei der Eindruck, dass es an Wissen über und Gefühl für natürliche Verhaltensweisen mangelt und die Achtung vor Tieren fehlt.

Respekt vor Weidetieren und die Einhaltung entsprechender Distanz ist grundsätzlich angesagt, gilt aber umso mehr bei Mutterkühen, für die es ganz natürlich ist, bei vermeintlicher Bedrohung ihr Junges zu schützen. Wird das missachtet, können Kuh-Attacken mit sehr schweren Verletzungen erfolgen. Besondere Gefahr besteht, wenn freilaufende Hunde vor Ort sind.

Quellen