Paul Ganahl

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Paul Ganahl ist Hydrologe – und Grünpolitiker in Zell am See.

Paul Ganahl kontra Horst Nöbl

Keine Spur von einem Hochsommer, auch sonst stimmte nur wenig.

Paul Ganahl war mit der Wetterprognose für den Sommer 2014 des Saalfeldener Imkers und Wetterpropheten Horst Nöbl nicht einverstanden. In einem Brief an die „Pinzgauer Nachrichten“ schrieb Ganahl: „Nachdem der ORF Salzburg am vergangenen Freitag[1] einen Bericht gebracht hatte, dass die Wetterprognose von Herrn Nöbl für diesen Sommer vergleichsweise richtig gewesen sei, muss ich widersprechen.“ Horst Nöbl habe einen Hochsommer von Mitte Juli bis 20. August versprochen – Ganahl: „Das war aber nicht so.“ Und meint weiter: „Im Allgemeinen trifft diese Prognose zu. Ich hatte vor 30 Jahren meinen Urlaub mit den Daten der letzten Jahrzehnte geplant, hatte dann aber, so wie heuer, einen verregneten, kühlen Urlaub im Pinzgau.“ Es habe laut einem Diagramm der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik nur etwa acht warme Tage mit Temperaturen bis 25 °C gegeben.

Auch der angekündigte markante Temperatursturz in der dritten Dekade habe nicht zugetroffen: „Ja, das hatten wir öfters, aber nicht in diesem Jahr. Es ging so weiter, wie es angefangen hat – nass und unterkühlt.“ An sich sei er jetzt auf den schönen Herbst gespannt – nur: „Bis jetzt schaut es nicht gut aus. Die Bauern würden sich ein paar schöne warme Tage wünschen, um das Heu in die Scheune zu bringen.“ Übrigens sei auch bereits die Winterprognose vollkommen „in die Hose“ gegangen: „Außer dem Winteranfang, der immer um den Krampus herum liegt, stimmte fast gar nichts. Die Temperaturen seien 3 bis 4 °C über Normal gelegen". In den Monaten Jänner bis April war es zu warm: „Keine Spur von Kälte bis zu minus 20 Grad Celsius, wie Herr Nöbl angekündigt hatte.“ Diesen warmen Winter hätten die Pinzgauer quasi mit einem kühlen Sommer bezahlen müssen. Ganahl abschließend: „Ich schätze Horst Nöbl sehr, er ist ein hervorragender Beobachter der Natur. Aber besser Finger weg von Langzeitprognosen, die sind nicht umsonst bei unseren Landesmeteorologen verpönt.“ Dasselbe gelte für den 100-jährigen Kalender.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Anmerkung 29. August 2014