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Horst Nöbl

Hofrat Dipl.Ing. Horst Nöbl (* 1942 in Saalfelden am Steinernen Meer?) ist Forstwirt und prophezeit Schnee und Kälte.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Horst Nöbl ist Ehrenobmann der Saalfeldner Bienenzüchter und stellvertretender Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung im Ruhestand.[1] Er ist verheiratet mit der Volksschuldirektorin im Ruhestand Anneliese Nöbl.

Bemerkenswert

Horst Nöbl beobachtet das Wetter und sammelt Wetterdaten seit 1970. Nach eigenen Angaben erreicht er eine Trefferquote von 80 Prozent. Auch beobachtet er Bienen, denn kitten Bienen viel Harz in den Stock, wird der Winter strenger. Eine ausgeprägte Vegetation im Sommer verheißt viel Schnee ("Die Diestelhöhe ist die Schneehöhe im kommenden Winter"). Ursachen von Muren, Lawinen, Hochwässern ist Nöbl bereits als stellvertretender Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung im Pinzgau nachgegangen.]

80 Prozent - so hoch liegt laut Horst Nöbl die Wahrscheinlichkeit, dass die Winterprognose zutrifft[2].

Im Sommer 2014 widersprach ihm jedoch der Hydrologe – und Grünpolitiker in Zell am See, Paul Ganahl, da seine Prognosen für den Winter 2013/2014 sowie den Sommer 2014 nicht zugetroffen hatten.

Seine Prognose für den Winter 2019/2020

Der kommende Winter bringt Kälte mit wenig Schnee, kein Weihnachtstauwetter, Frühling im März, Winterrückschlag im April.

Seine Prognose für den Winter 2015/2016

"Der Winter wird nicht allzu kalt, bringt aber viel Schnee im Gebirge."

Diese Prognose stützt Nöbl vor allem auf zwei seinen vielen Beobachtungen: der Waldhonig auf der Fichte und das Pflanzenwachstum im Frühsommer. Beide zeigten einen "signifikanten Zusammenhang mit den Schneehöhen". Nöbl registrierte in den vergangenen 45 Jahren 26 Waldhonigjahre und 19 Nichtwaldhonigjahre. "Die Grafik der mittleren Schneehöhen auf 800 Meter Seehöhe zeigt in Nichtwaldhonigjahren nur im Februar eine Schneedecke von mehr als 20 Zentimetern, in den Waldhonigjahren ist die Schneedecke mehr als doppelt so hoch und von Dezember bis März zum Langlaufen geeignet." Nach drei Jahren ohne Fichtenwaldhonig (von 2012 bis 2014) fuhren die Imker heuer eine ausgiebige Waldhonigernte ein. "Demnach können sich auch die Wintersportfreunde über ausgiebigen Schnee freuen."

Jedenfalls könnten im heurigen Winter mehr als doppelt so große Schneemengen erwartet werden wie in den vergangenen Jahren. Zusätzliches Indiz: Auch die Nesthügel der Ameisen würden ein starkes Anwachsen zeigen.

Beim Pflanzenwachstum beobachtete Nöbl "besonders starke Austriebe an Bäumen und Sträuchern. Aufgrund des Pflanzenwachstums könne man annehmen, "dass die tatsächlichen Schneehöhen des heurigen Winters noch über diesen Mittelwerten liegen: Dezember: 25 bis 35 cm; Weihnachten: 30 bis 40 cm; Jänner: 50 bis 60 cm; Februar: 60 bis 70 cm; März: 60 bis 0 cm."

Der Verlauf wird laut Nöbls Beobachtungen so aussehen

  • November: Zu Beginn noch herbstlich schön, ab Mitte November starker Temperaturrückgang und erster Schnee.
  • Dezember: Zunächst etwas wärmer (verfrühtes Weihnachtstauwetter), bald aber neue Schneefälle und in der letzten Dekade (Weihnachten) kalt und tief winterlich, Schneehöhen durchschnittlich 25 bis 35 cm, am 24. Dezember 30 bis 40 cm.
  • Jänner: In der ersten Hälfte die tiefsten Temperaturen des heurigen Winters, Schneefälle und hochwinterliche Verhältnisse, gegen Ende steigen die Temperaturen wieder über den Mittelwert, Schneehöhen durchschnittlich 50 bis 60 cm.
  • Februar: Zu Beginn schön und warm, Mitte des Monats starke Schneefälle, kurzfristig wird die Höchstschneehöhe von rund einen Meter erreicht, durchschnittlich 60 bis 70 cm.
  • März: Schönwetter und durchgehend starke Aufwärtsentwicklung der Temperaturen mit dem Höhepunkt in der dritten Dekade (Ostern), Schneehöhen zu Beginn 60 cm, am Ende 0 cm.
  • April: Temperaturrückgang mit Schlechtwetter und Schnee im Gebirge, erst Ende des Monats frühlingshaft mit hohen Temperaturen.[2]

Quellen