Ruine Thurnschall

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Die Ruine Thurnschall liegt im Gemeindegebiet von Lessach. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im 13. Jahrhundert.

Geschichte

Als Castrum Lessach wurde die Burg Thurnschall erstmals 1239 erwähnt, als sie von ihrem Besitzer, Graf Wilhelm von Heunburg, mit Zustimmung seines Landesherrn, Herzog Bernhard von Kärnten, dem Kärntner Grafen Hermann von Ortenburg geschenkt wurde. Dieser verkaufte sie 1242 mit dem gesamten Gebiet von Lessach an den Salzburger Erzbischof Eberhard II. von Regensberg. Da sie als Wehranlage bedeutungslos war, wurde sie schon im 14. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben. Im Jahr 2001 fand man bei archäologischen Grabungen, Reste eines ca. acht Meter hohen Wehrturms, sowie bis zu vier Meter dicke Umfasssungsmauern.

Die Sage vom Thurnschallweibl

In den Trümmern der alten Burg haust eine verwunschene Rittersfrau, sie wird im Volke kurzweg das Thurnschallweibl genannt. Seit langer Zeit wartet es vergebens auf Erlösung.

Es muss die verborgenen Schätze hüten, dabei ist ihm ein schwarzer Hund behilflich, der gemeinsam mit dem Thurnschallweibl die schweren Geldtruhen bewacht. Gar manche haben das Weibl und auch den Hund schon gesehen, aber niemand hatte bisher noch den Mut, ihnen zu folgen. Dem Mutigen würde das Thurnschallweibl die reichen Schätze zeigen, er könnte nehmen, soviel er wollte und die verwunschene Frau wäre zudem von ihrem Bann erlöst.

Weil aber diejenigen, die die Gnade und die Gelegenheit hiezu gehabt hätten, es nicht taten, so muss daher das Thurnschallweibl sein unstetes Geisterleben bis zur Erlösung weiterführen. Des Nachts sitzt es nun oft auf den Mauern der verfallenen Burg und jammert so herzzerreißend, dass dem vorüberziehenden Wanderer ganz angst und bange wird und er sich bekreuzigend das Weite sucht. Wann wird das klägliche Jammern der Unglücklichen nach Erlösung wohl erhört werden?

Quellen