Sattler-Kosmoramen

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Die Sattler-Kosmoramen sind eine Zusammenstellung von Bildern einzelner Gegenden, die im 19. Jahrhundert von den beiden Salzburger Malern Johann Michael Sattler und seinem Sohn Hubert bei Reisen von ihnen gemalt wurden.

Geschichte

Hubert Sattler vermachte, zusammen mit dem Sattler-Panorama von der Stadt Salzburg seines Vaters, 127 seiner Kosmoramen der Stadt Salzburg. Für diese Bilder erbaute die Stadt Salzburg das Gebäude der Städtischen Kosmoramensammlung im Kurgarten.

Nach dem Abriss des Gebäudes in den 1930er-Jahren übersiedelten die Kosmoramen in das Museum Carolino Augusteum, das heute das Salzburg Museum ist. Heute sind das Sattler-Panorama und eine Auswahl der Sattler-Kosmoramen (jährlich wechselnd) im Panorama Museum, das zum Salzburg Museum gehört, am Residenzplatz zu sehen.

Sattler-Kosmoramen

Die Kosmoramen stellten ergänzende Ansichten aus aller Welt neben dem Sattler-Panorama von Salzburg dar. So konnten Besucher im 19. Jahrhundert Ansichten von Orten oder Gebäuden aus aller Welt aus der Nähe kennenlernen. Bereits Vater Johann Michael Sattler hatte mit dem Malen von Kosmoramen. Für seinen Sohn Hubert Sattler wurden die Kosmoramen zur hauptsächlichen Malerei gemacht.

Ursprünglich betrachteten die Besucher Kosmoramen in einen Guckkasten. Dadurch wurde die Wirkung der Gemälde fremder, ferner Städte und Landschaften noch gesteigert. Sattler ging mit seinen Kosmoramen auf lange Ausstellungstourneen, die ihn bis nach Amerika führten.

Die Bilder von Hubert Sattler zeigen strengen Realismus mit detailgetreuer Darstellung, die mittlerweile heute wieder geschätzt wird. So malte er kulturhistorische Kostbarkeiten iwe den Hafen von New York mit Segelschiffen und ohne Wolkenkratzer, die noch liebliche Kleinstadt Mexico City oder das alte Sarajewo um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Weitere Kosmoramen sind Darstellungen von Abu Simbel und die Pyramiden von Gizet in Ägypten, der Grand Canyon in den USA, Moskau in Russland oder El Escorial in Spanien.

Quellen