Verena Bruckner

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Verena Bruckner

Verena Bruckner (* 7. März 1961 in Salzburg) ist Werbesprecherin und Schauspielerin.

Leben

Verena Bruckner absolvierte eine Schauspielausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg. Es folgte ein Engagement als Schauspielerin in Aachen, danach erste Einsätze als Werbesprecherin in Deutschland und Österreich. Gemeinsam mit ihrem Mann führt sie in Wien ein eigenes Tonstudio, "more music".

Bei den Salzburger Festspielen 1986 wirkte sie im Jedermann in einer Nebenrolle mit.

Vorgestellt

Ihre Stimme hat jeder im Ohr. Sie ist das Börserl und die Schöne aus der Kosmetikwerbung, die Stimme hinter vielen Werbespots.

Die ersten Zeichnungen vom Börserl hatte sie schon ein paar Tage auf dem Schreibtisch. Ihr Auftrag sei gewesen, dem neuen Sujet für die Spar-Billigmarke S-Budget eine Stimme zu geben – und damit eine Identität, erzählt Verena Bruckner. Eines Abends seien ihr Mann und sie schon recht lustig von einem Fest nach Hause gekommen, hätten sich vor das Aufnahmegerät gesetzt und improvisiert. "So viel gelacht haben wir bei einer Aufnahme noch nie." Am nächsten Morgen war klar: Das ist die Stimme für das Börserl. "Wir waren uns aber völlig sicher, dass der Konzern nie den Mut haben würde, diese provokante Stimme in die Werbung zu nehmen", sagt Bruckner. Spar hatte – und die Börserl-Werbung wurde zum Erfolg. "Viele lieben es, andere finden es unerträglich nervig – merken tut sich’s aber jeder", sagt Bruckner. Bei einer Abfrage der privaten Radiosender habe der Börserl-Spot auf Anhieb die höchsten Erkennungswerte bekommen.

Verena Bruckner hat eigentlich als Schauspielerin begonnen. Oder als Musikerin. Oder als Sängerin. Nach der Schauspielausbildung am Mozarteum bekam die gebürtige Salzburgerin jedenfalls ein Engagement am Aachener Stadttheater. "Ich hab schnell gemerkt, dass mir das Theater nicht reicht. Ich wollte Musik machen." Um daneben Geld zu verdienen, begann sie als Werbesprecherin – und kam schnell ins Geschäft, ob auf Deutsch oder Österreichisch – ein Großteil der internationalen Konzerne lässt Werbung für den heimischen Markt "übersetzen".

In Wien lernte sie ihren Mann kennen und lieben, und gründete mit ihm ein Tonstudio. Eine "Kreativschmiede", sagt Bruckner, wo Musik produziert wird und man der Werbung eine Stimme gibt – ob für Weichspüler, Autos, Baumärkte oder Zeitschriften. Zehn Radiospots und fünf TV-Werbungen von ihr seien derzeit "on air". Die Stimme sei immer eine andere: Ins Ohr geflüstert bei Kosmetikwerbung, "vor allem laut" bei Geschäftseröffnungen, einmal junges Mädel, einmal alte Frau. "Mir macht's Spaß, alle Klischees erfüllen zu können." Nur ihr Gesicht würde sie nicht hergeben. 90 Prozent der Menschen in der Werbung sprechen im Übrigen nicht mit ihrer wirklichen Stimme. "Die Models reden mit Piepsstimmchen, wir machen die Illusion perfekt." Zudem ermögliche ihr die Werbung, eigene Träume zu verwirklichen. 15 CDs habe sie herausgebracht, schamanische Wellnessmusik unter dem Künstlernamen Nanda Re. Vom Gesang über Keyboard bis Flöte macht sie alles selbst.

In der Werbung spricht heute auch schon der elfjährige Sohn. "Wenn wir im Auto das Radio aufdrehen, hören wir oft den Papa, die Mama und den Sohn in nur einem Werbeblock. Und außer uns weiß das keiner."

Quellen