Arnika

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Arnikablüten
Arnika auf Bergwiese am Weg zur Schwalbenwand
Blick auf Zeller Becken und Hohe Tauern. Im Vordergrund Arnikablüten.

Arnika (Arnica montana), auch Berg-Wohlverleih genannt, gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Alpen.

Beschreibung

Arnika gehört zur Familie der Korbblütler. Die Pflanze ist mehrjährig, weist einen aromatischen Duft auf und erreicht eine Höhe von 20 bis 50 cm. Die dottergelben Blüten wachsen meist einzelstehend. Arnika ist im Nationalpark Hohe Tauern heimisch und wird noch heute als Naturheilmittel verwendet. In antiken Quellen kommt Arnika nicht vor. Die erste Erwähnung als Heilpflanze findet sich bei Hildegard von Bingen. Wild wachsender Arnika ist teilweise geschützt und sollte daher nicht gepflückt werden.

Standort

Arnika kommt in den Alpen, in den Pyrenäen und bis zum Balkan vor. Die Pflanze ist bis Südskandinavien und in das Baltikum verbreitet. Sie gedeiht auf sauren und mageren Wiesen, ist kalkmeidend und wächst auch in lichten Wäldern. Die Blütezeit dauert je nach Lage von Mai bis August. Arnika wächst in Tallagen und in Höhen bis zu 2800 m. Die Pflanze findet sich im Bereich des Nationalparks Hohe Tauern, aber auch am Hundstein (Pinzgauer Grasberge) genauso wie im Naßfeldtal und in Kolm-Saigurn, um nur einige wenige konkrete Standorte zu benennen.

Verwendung

In Arnikablüten finden sich als Inhaltsstoffe ätherisches Öl, Flavonoide und Sesquiterpenlactone, die entzündungshemmend sind und antiseptische Wirkung zeigen. Arnikablüten werden daher seit dem 18. Jahrhundert in Schnaps angesetzt und die daraus entstehende alkoholische Tinktur wird äußerlich als Einreibemittel bei Entzündungen, Quetschungen, rheumatischen Gelenksbeschwerden etc. angewandt. Bei kleineren Verletzungen wirkt Arnika − weil entzündungshemmend und antiseptisch − kleine Wunder.

Bilder

 Arnika – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Arnika"
  • Helmut Hartl, Thomas Peer: Pflanzen, Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, 5. Auflage Nationalparkrat 2005