Biomassekraftwerk Mittersill

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Das Biomassekraftwerk Mittersill in der Oberpinzgauer Stadtgemeinde Mittersill ist ein Kraftwerk.

Besitzverhältnisse

Mehrheitseigentümer ist Strom und Wärme aus Holz (SWH) sowie die Bundesforste, die 50 Prozent an der SWH halten. Die SWH will bis Sommer 2011 ihre Anteile an 31 Biomassekraftwerken verkaufen. Darunter zwölf im Bundesland Salzburg.

Allgemeines

Dieses Kraftwerk wurde um 200 Mill. Euro errichtet, wovon zwei Drittel Fördergelder von Ländern und Bund waren. Im Februar 2011 teilte Bürgermeister Wolfgang Viertler mit, dass das Unternehmen finanziell angeschlagen sei. Man hätte zu niedrige Abnehmerpreise ausgehandelt. Und zuletzt die Hackschnitzel zu teuer eingekauft und dies vor allem vom SWH-Mitbesitzer Bundesforste. Diese verlangten im Herbst 2010 pro Schüttmeter Hackschnitzel 23,50 Euro bei schlechter Qualität, obwohl der marktübliche Durchschnittspreis nur bei 18 Euro lag.

Beim angekündigten Verkauf der Anteile von SWH werde den lokalen Genossenschaften ein "Scherbenhaufen" hinterlassen, so Viertler. In Mittersill werden vom Kraftwerk 250 Haushalte, mehrere Betriebe und das Krankenhaus Mittersill versorgt. Viertler wirft SWH-Miteigentümer, den Bundesforsten, vor, der der größte Produzent von Hackschnitzeln in Österreich ist, eine Nachfrage geschaffen und dann den Preis hochgetrieben zu haben. Jetzt, wo der Holzpreis hoch ist, ziehen die Bundesforste ihre Anteile aus den Werken ab und wollen aber weiterhin Hackschnitzel liefern. Berhard Schragl, Sprecher der Bundesforste, sagt, die Vorwürfe seien an den Haaren herbeigezogen.

Quelle