Brunnen der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg

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Brunnen der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg von Wander Bertoni
Karte

Der Brunnen der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg ist ein Brunnen in Nonntal-Freisaal in der Stadt Salzburg.

Allgemeines

Die Gebäude der Naturwissenschaftlichen Fakultät (NAWI)) der Universität Salzburg wurden zwischen 1978 und 1986 errichtet. Der Brunnen im Arkadenhof stammt von dem österreichischen Bildhauer Wander Bertoni. Das Signum über dem Eingangsportal der Universität wurde von der Steinmetzschule der HTL Hallein geschaffen.

Eine von vielen architektonischen Besonderheiten des NAWI-Gebäudes ist der Brunnen im großen Innenhof. Er zieht die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Durch die Gitterstab-Palisade und die zwei Pylone ist er von der Hellbrunner Straße nur eingeschränkt zu sehen. Erst wenn man sich dem Brunnen nähert, erkennt man den Reiz aus architektonischer Monumentalität und der filigranen künstlerischen Form.

Der Innenhof ist als runder "Ehrenhof" konzipiert und hat einen Durchmesser von etwa 45 Metern. Ein kreisrunder Platz ist umgeben von zwei halbrunden Arkadengängen, die beidseitig zum Eingang hin führen. Der Innenhof wird von einen Portikus aus Glas abgegrenzt, vor dem sich ein steinerner Rundbogen mit dem aus Marmor von der Steinmetzschule der HTL Hallein gefertigten und vergoldeten Wappen (Signum) der Paris-Lodron-Universität Salzburg erhebt.

In seiner Mitte erhebt sich der hohe, runde Brunnen der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg.

Beschreibung

Die Basis der Brunnens ist ein Kegelstumpf, der mit Platten aus Untersberger Marmor belegt und von einer in den Boden versenkten Wasserrinne umgeben ist. Darüber erhebt sich eine Plastik aus Bronze, die wie ein Pilz aus dem stumpfen Kegel empor zu wachsen scheint.

Der gewölbte Fuß hat eine wellige Oberfläche. Der Schaft und die Untersicht sind rindenartig gefurcht. Der rundliche Hut ist konvex gewölbt und hat eine glatte Oberfläche. An seiner Oberseite in der Mitte tritt das Wasser wie eine Quelle zu Tage. Es rinnt nach allen Seiten ab und fällt über den Rand rundum auf den Steinkegel herab.

Auf den zweiten Blick erkennt man, dass der Brunnen kein Pilz ist, sondern eine Pflanze sein muss, deren Stamm eine Rinde hat und deren Krone aus Blättern besteht. Es ist eine Palme (Lebensbaum).

Der Palmen- oder Lebensbaum-Brunnen ist Ausdruck jener phantasievoll bis phantastischen Formensprache nach Vorbildern aus der Natur. Ausgehend von der archaischen Figur entwickelte Bertoni abstrakte, später symbolisch-figurale Werke mit betont organischen Formen. Das künstlerische Konzept für einen monumentalen Brunnen entwickelte Bertoni etwa ab 1973 im Zuge einer Reise durch Indien und Südostasien (Indisches Tagebuch). Der Architekt Wilhelm Holzbauer griff das Konzept im Zuge der Planung für den Neubau der Naturwissenschaftlichen Fakultät auf. Beim Projekt kam es dann zu langen politischen Verzögerungen, insbesondere wegen des Gesamtumfanges, sodass der Brunnen erst 1987 in der Mitte des Innenhofes vor der neu errichteten Naturwissenschaftlichen Fakultät in Salzburg-Nonntal aufgestellt werden konnte.

Bildergalerie

Quellen

Einzelnachweise