Das große Servus Kochbuch

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Titelbild Buch Das große Servus Kochbuch

Buchtipp Das große Servus Kochbuch, traditionelle Rezepte aus Österreich

Autoren: Uschi Korda, Alexander Rieder (Rezepte), Ingo Eisenhut (Fotograf) und Stefan Mayer (Fotograf)
Verlag: Servus
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-7104-0000-1

Die AutorInnen

Uschi Korda ist eine der renommiertesten Kochbuch-Autorinnen Österreichs. Die gebürtige Wienerin lebt ihre kulinarische Kompetenz Monat für Monat im Magazin Servus in Stadt & Land aus.

Alexander Rieder stammt aus dem Tiroler Außerfern, ging beim legendären Christian Teubner in die Lehre und gehört zu jenen Köchen, die mit ihrem außergewöhnlichen Gespür für Stil jeden Gaumenschmaus zu einem Augenschmaus machen.

Ingo Eisenhut & Stefan Mayer arbeiten seit der Schulzeit zusammen. Der in Klosterneuburg lebende Salzburger und der im Pinzgau sesshafte Oberösterreicher sind Servus-Fotografen der ersten Stunde und prägen mit ihren Bildern den Stil des Monatsmagazins entscheidend mit.

Rezension 1

Erbsentascherl
gefüllter Kürbis
Lungauer Lammrücken

Die Zutaten überall zu bekommen, die Rezepte einfach zu kochen und nach Jahreszeiten sortiert

Knallrot, in Halbleinenband mit zwei Lesebändern und 400 Seiten stark, gewichtsmäßig nicht, aber vom Inhalt sehr wohl gewichtig! Schon der erste, äußere Eindruck dieses Kochbuches hat mich und nicht nur mich, begeistert. Schlägt man es auf, erkennt man die Profis, die dieses Buch gestalteten: auf der linken Seite jeweils die einfachen, gut verständlichen Rezepturen und auf der rechten Seite die Appetit anregenden, ganzseitigen Abbildungen der fertigen Produkte dieser Rezepte. Jedes Bild für sich ein Kunstwerk.

Bevor ich auf die Rezepte ein wenig eingehe, noch ein weiterer, erwähnenswerter Pluspunkt dieses Kochbuches. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert und jede Jahreszeit in Suppen & Kleinigkeiten, Hauptspeisen und Süßes unterteilt. Am Ende des Buches gibt es zwei Register, eines für die Rezepte und eines für die Zutaten (von A wie Aal über E wie Erdäpfel, P wie Paradeiser bis Z wie Zwiebeln). Und weil es auch Servus-Freunde in Bayern gibt, finden diese ganz am Ende des Buches ein kulinarisches Wörterbuch beider Sprachen.

Ich schlage das Buch auf und finde mich bei „Suure Bohna mit unzuckertem Schmarra“ aus Vorarlberg. Linke Seite ganz links die Zutaten für vier Personen und Angabe für den Zeitaufwand, der Rest der linken Seite stellt übersichtlich, bei diesem Rezept in vier Punkten gegliedert, seine Zubereitung dar. Wie bei diesem Rezept finden sich auch bei vielen anderen noch zusätzliche Tipps, die grafisch in einem Kasten dargestellt werden. Blätter ich nochmals um, bin ich beim Rezept für einen Rhabarberkuchen. Dort der Tipp, dass sich Rhabarber im Kühlschrank einige Tage hält, wenn man ihn – ja, das steht eben in diesem Kochbuch! Auch beim Rezept der Dampfnudeln gibt es Tipps, die Zubereitung ist schon umfangreicher und umfasst sieben Arbeitsschritte.

Altbewährt die Mohnnudeln aus Häferlsterz. Natürlich gibt es fleischlose Rezepte wie das von der Paradeiser-Terrine mit Radieschensalat – beim Betrachten des Bildes freue ich mich schon wieder auf den Sommer (es ist gerade November) und auf die vielen frischen Gemüsesorten und Salate. Was nicht jedermanns Sache ist, esse ich gerne: Beuschel, dazu gibt es im Buch das Rezept vom Wiener Salonbeuschel, natürlich mit Knödel.

Abschließend noch ein Blick in den Winterteil, passend für die Zeit, in der ich dieses Buch bekam. 45 Rezepte gibt es für diese Jahreszeit, darunter eine Suppe, die Leib und Seele wärmt, die rote-Rüben-Suppe mit frittiertem Zeller, das Rezept für Brezeln (mit Anleitungsbildern), Saure Leber mit Erdäpfelpüree, Waldviertler Grammelknödel, Rehbraten in Hagebuttensauce, b’soffener Kapuziner oder oberösterreichischer Weihnachtsstollen.

Die Zutaten sind in Österreich überall zu bekommen, die Rezepte einfach und problemlos zum Nachkochen. Wir, das sind meine Frau und ich, sind wirklich begeistert von diesem Buch, das die traditionelle österreichische Küche zum Selberkochen in so optisch ansprechender Art präsentiert. Und sollte jemand nicht kochen können, bietet es jedenfalls herrliche Bilder (bei deren Anblick man wenigstens nicht dick werden kann!).

Beispiele aus der Salzburger Küche

  • Weißwurstsalat mit Fisolen, Radieschen und Bärlauch, ein Salzburgerisch-Bayerisches Gericht
  • Knuspriger Saibling mit Rahm-Gurken-Salat
  • Lammkeule im Bergkräuterheu, ein traditionelles Osterrezept aus dem Pinzgau
  • Abtenauer Haubenkrapfen aus dem Tennengau
  • Pinzgauer Bladln
  • Scharfer Bohneneintopf, im Salzburerischen gerne auch mit Hirschwürstln
  • Lungauer Lammrücken mit Haferkruste

Insgesamt bietet das Buch 184 traditionelle Rezepte.

Rezension 2

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