Erwin Thoma

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Erwin Thoma

Ing. Dr. Erwin Thoma (* 1962 in Bruck an der Großglocknerstraße) ist Förster, Holzfachmann, Unternehmer, Buchautor sowie Wissenschaftler und wohnt in Goldegg.

Leben

Seine Naturverbundenheit ließ Erwin Thoma früh den Beschluss fassen, Förster zu werden. Mit seiner Holzbaufirma errichtet er Häuser, die zu 100 Prozent aus Holz bestehen − ein Weltpatent. Dafür bekam er unter anderem die bislang einzige Cradle-to-Cradle-Gold-Zertifizierung für ein Baumaterial. Er hat mit seiner Firma internationale Geschäftskontakte.

Sein Buch „Die geheime Sprache der Bäume“ wurde ein Bestseller. Er hat inzwischen mehrere Bücher verfasst.

Erwin Thoma hat drei Kinder und lebt mit seiner Frau Karin in Goldegg.

Bericht über einen Vortrag von Erwin Thoma

Erwin Thoma, Erfinder des Systems Holz100, Förster, Buchautor, Forscher und Unternehmer, hielt am 21. Mai 2015 in Kulturkraftwerk Thalgau von Sps-architekten einen Vortrag über gesundes Bauen und Wohnen mit Holz − Leben mit Wald, Holz und Mond:

Der Weg des jahrtausendealten Baustoffs Holz wurde unter dem Thema „Holzhäuser mit Wohlfühlklima. Energie-Tankstellen für ein gesundes Leben“ auf Thomas unnachahmliche, fesselnde Art, aus dem Wald zum Konstruktionsmaterial der Zukunft vorgestellt. Der Fokus lag dabei vor allem auf den positiven Eigenschaften des Einsatzes nicht nur von zum richtigen Zeitpunkt geschlagenem Mond-Massivholz, sondern vor allem auch von unbehandeltem Fichtenholz mit allen positiven Eigenschaften.

Hervorzuheben seien dabei vor allem die positiven Eigenschaften der Massivholzwandelemente hinsichtlich Brandschutz (schon die ersten Brandversuche ergaben eine Brandwiderstandsdauer von 180 Minuten) und Wärmedurchgangswiderstand. Selbst strahlenfreie Räume lassen sich mit reinen Massivholzwänden errichten − neben den hinreichend bekannten stressabbauenden Eigenschaften vor allem der Zirbe und der Fichte durch Verringerung der Herzfrequenz ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil. Bestätigt wurde dies beispielsweise durch die Studie „SOS − Schule ohne Stress“, welche Forscher der Johanneum Research, Graz zusammen mit dem Holcluster Steiermark 2008−2009 durchführten.

Thoma zeichnete außerdem seinen persönlichen Weg nach, welcher von der ersten Försterstelle im Karwendel bis zum erfolgreichen Holzbau-Unternehmer führte. Eindrucksvoll dabei die Schilderung, wie er durch zwei Geigenbauer, welche in seinem Revier eine Fichte für ihre Instrumente suchten, für das im Holz steckende Potential sensibilisiert wurde.

Hervorgekehrt wurde außerdem die Vorbildwirkung des Baums in der Gemeinschaft des Waldes − ein System, das sich seit Millionen von Jahren entwickelt und bewährt hat und auf nachhaltigste Weise mit dezentraler Intelligenz den Erhalt des Gesamtsystems zum Ziel hat.

Wie steht dies doch im Widerspruch zum derzeit vorherrschenden Wirtschafts- und Finanzmodell unserer Gesellschaft! – Einem System vorrangig auf den eigenen Vorteil zulasten der anderen Gesellschaftsteilnehmer bedachter Individuen, das mit immensem finanziellem Aufwand die negativen gesundheitlichen Folgen kompensieren muss, damit wir im besten Fall 100 Jahre alt werden. Der Baum schafft dies lediglich mit Luft (CO2), Licht, Wasser und Spurenelementen – und wird dabei ohne Weiteres mehrere hundert Jahre alt!

Vor dem Vortrag fand im Kulturkraftwerk Thalgau die Sitzung der Lenkungsgruppe Holzcluster Salzburg statt. Im Zuge der Sitzung wurde auch über die Dringlichkeit der Einführung der OIB-Richtlinien in Salzburg diskutiert. Salzburg hat die Vorreiterrolle schon verspielt und bildet hier das Schlusslicht in Österreich. sps-architekten gelten im Holzbau als einer der Leitbetriebe in Salzburg – das Büro plant unter anderem derzeit einen sechsgeschossigen Holzwohnbau in Graz.

Kaum eine andere Branche in Salzburg ist für die regionale Wertschöpfung so wichtig wie die der Holzwirtschaft – angefangen vom Waldbesitzer bis hin zu den verarbeitenden Betrieben und Planern. Immens wichtig ist dabei das Zusammenwirken von Planern, Ausführenden und Herstellern – es gibt hier in Salzburg sehr viele Betriebe und Produzenten, die diesen Weg schon beschreiten. Im Miteinander liegt der Schlüssel zum Erfolg – „Miteinander geht’s leichter“. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Zusammenarbeit aller Akteure – so können gute Ideen entstehen und auch umgesetzt werden und auch neue Märkte erschlossen werden. Know-how aus Salzburg kann nach außen getragen werden. Und das Wissen und die Erfahrung des Vordenkers Thoma sollte auch im eigenen Land mehr Anklang finden ….

Quellen

  • Homepage von Erwin Thoma
  • Sps-architekten (Veranstaltungsbericht vom Vortrag von Erwin Thoma)

Weblinks