Flattner-Kasten

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Der Flattner-Kasten ist ein Getreidekasten in der Lungauer Marktgemeinde Tamsweg.

Geschichte

Die Jahreszahl 1790 über der Tür zeigt das Erbauungsjahr des Kastens. Einem Brand des Hofes 1804 hielt der Kasten stand. Das Fenster an der Ostseite wurde nach dem Zweiten Weltkrieges vermauert, da ein von Hunger getriebener Kriegsflüchtling es schaffte, den darin gelagerten Speck trotz der über dem Fenster angebrachten Gitterstäbe zu entwenden. Mitte der 1990er Jahre wurde das Dach erneuert.

Beschreibung

Der Kasten ist zweigeschoßig, gemauert und weist eine reiche Fassadenbemalung auf. Der westseitige Eingang ist zum Hof hin ausgerichtet. Das Satteldach kragt hier vor. Über der Tür befindet sich ein Fenster im Obergeschoß, der Giebel weist eine schießschartenförmige Öffnung auf. Über der Tür sind IHS und das verschränkte Marienmonogramm erkennbar. Über ihnen ist in einer geschwungenen Kartusche die bereits stark verblasste Darstellung einer Marienkrönung zu sehen. Zur Gliederung der Geschoße dient ein Band mit dem Motiv des laufenden Hundes. Die Rahmung des Giebelgeschosses an der ost- und westseitigen Giebelfront erfolgt durch ein Ornamentband. Dieses Motiv ist auch an beiden schießschartenförmigen Öffnungen der Giebelgeschosse zu sehen. Die vier Fenster des Kastens sind durch Säulen, die einen Architrav tragen, betont. Die Grundfarbe des Kastens ist weiß. Der Fassadenschmuck besteht aus Eckquadern, Ornamentbändern, Fenster- und Türumrahmungen, Blumensträußen und Kreissymbolen. Die Kreise symbolisieren die Sonne als bestimmte Kraft für Wachstum und Leben.

Quelle