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Tamsweg

Ortsbild
Tamswegansicht vom Weg nach St. Leonhard aus.jpg
Karte
Karte 5580.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Tamsweg (TA)
Fläche: 117,36 km²
Geografische Koordinaten: 47° 7' N, 13° 48' O
Höhe: 1 022 m ü. A.
Einwohner: 5 717 (1. Jänner 2018)
Postleitzahl: 5580
Vorwahl: 0 64 74
Gemeindekennziffer: 5 05 10
Gliederung Gemeindegebiet: 8 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Marktplatz 1
5580 Tamsweg
Offizielle Website: www.tamsweg.at
Politik
Bürgermeister: Georg Gappmayer (ÖVP)
Gemeinderat (2019): 25 Mitglieder:
15 ÖVP,
5 SPÖ,
5 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 2 614
1880 2 647
1890 2 497
1900 2 749
1910 2 934
1923 2 865
1934 3 147
1939 3 208
1951 3 959
1961 4 431
1971 5 060
1981 5 207
1991 5 585
2001 5 936
2011 5 724
2018 5 717
Tamsweg mit Kirche St. Leonhard
Tamsweg; Marktplatzansicht mit den Samsonen und der Wallfahrtskirche St. Leonhard im Hintergrund
Rathaus
Marktbrunnen
Prebersee

Tamsweg ist eine Marktgemeinde und gleichzeitig Bezirkshauptort des Lungaus.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Tamweg befindet sich im Südosten des Lungaus im Tamsweger Becken. Vom Norden her strömt die Taurach, die im Südwesten des Marktgebiets in die Mur mündet, die in südöstliche Richtung in die Steiermark fließt. Aus dem Osten kommend mündet der Leißnitzbach in die Mur.

In nordsüdliche Richtung quert die Taurachbahn das Marktgebiet.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde Tamsweg umfasst acht Katastralgemeinden:

Haiden (58004)
Keusching (55007)
Lasaberg (58009)
Mörtelsdorf (58015)
Sauerfeld (58025)
Seethal (58027)
Tamsweg (58029) und
Wölting (58038).

Sie ist gegliedert in die folgenden deckungsgleichen Ortschaften:

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften zum 1. Jänner 2018 angegeben.[1]

Eingemeindungen

Mit dem Gesetz über die Vereinigung der Ortsgemeinden Tamsweg, Lasaberg, Sauerfeld, Haiden, Wölting und Mörtelsdorf im Verwaltungsbezirke Tamsweg[2] wurden die eigenständigen Gemeinden Lasaberg, Sauerfeld, Haiden, Wölting und Mörtelsdorf zum 1. Jänner 1936 in die Großgemeinde Tamsweg eingemeindet.

Die selbständige Gemeinde Seetal wurde zum 1. Jänner 1939 mit der "Verordnung des Landeshauptmanns in Salzburg vom 23. November 1938, betreffend die Zusammenlegung von Gemeinden und die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften für Gemeinden."[3] zur Gemeinde Tamsweg eingemeindet.

Nachbargemeinden

Im Norden Lessach, im Nordwesten St. Andrä im Lungau, im Westen Mariapfarr, im Südwesten Unternberg, im Süden Ramingstein und im Osten Ranten (Steiermark).

Frühere Nachbargemeinden, die heute in Tamsweg eingegliedert sind, waren die Gemeinden Haiden‎, Lasaberg‎, Mörtelsdorf‎, Sauerfeld, Seetal‎‎ und Wölting‎

Religionen

Von den Einwohnern im Lungauer Bezirkshauptort Tamsweg ist die überwiegende Mehrzahl (90,1 %) römisch-katholisch. Der Islam bildet mit 3,4 % die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft, der Evangelischen Konfession gehören 1,3 % der Einwohner an. Ohne religiöses Bekenntnis sind 3,8 % der Einwohner in Tamsweg (Daten 2011).

Geschichte

Am 5. und 6. Oktober 1946 feierte Tamsweg sein 700jähriges Bestehen unter Anwesenheit von Fürsterzbischof Dr. Andreas II. Rohracher (der letzte Erzbischof, der noch den Titel Fürst trug) und Ing. Albert Hochleitner, dem ersten gewählten Salzburger Landeshauptmann der Zweiten Republik.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren in Tamsweg
Pfarrkirche Seetal
Tarmannkapelle
Johanneskapelle
Kapelle des Bürgerspitals St. Barbara

Wallfahrtskirche St. Leonhard

Hauptartikel: Wallfahrtskirche St. Leonhard

Die Wallfahrtskirche St. Leonhard zählt neben Mariazell und St. Wolfgang im Spätmittelalter zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten auf heute österreichischem Staatsgebiet. Als im Jahre 1421 dreimal das aus der Pfarrkirche Tamsweg verschwundene Leonhardbild auf dem Schwarzenberg gefunden wurde, wurde im Zuge beginnender Wallfahrt und umfangreicher Spenden der Salzburger Baumeister Peter Harperger beauftragt, an diesem Ort eine Kirche zu bauen.

Am 20. September 1433 wurde die Wallfahrtskirche von Johann Ebser, Bischof von Chiemsee geweiht.

Rathaus

Hauptartikel: Rathaus Tamsweg

Das Rathaus Tamweg ist ein historisches Gebäude.

Samson

Hauptartikel: Samsontanz

Der Samson und seine beiden großköpfigen Zwergbegleiter sind der letzte Rest einstiger großer Fronleichnams-Schauumzüge, in denen Gestalten aus der biblischen Geschichte sowie Sagen- und Heldenfiguren mitgeführt wurden. Ihre größte Entfaltung erlebten diese Umzüge im Zeitalter des Hochbarock. Als die Prozessionen zu lange währenden Schauspielen auszuarten drohten, wurden diese gegen Ende des 18. Jahrhunderts von der Kirche verboten. Seitdem wird der Samson am Abend des Vortages der Prozession und am Nachmittag des Prozessionstages umher getragen. Weiters wird er auch zu besonderen Anlässen und beim Waldfest getragen.

Der Samson von Tamsweg ist seit 1635 dokumentarisch belegt. Vermutlich leitet sich die Riesenfigur von den wesentlich älteren mythischen oder symbolischen Riesengestalten ab, die europäische Urvölker einst bei ihren kultischen Flurumgängen herumtrugen.

Die Figur ist 6,2 m groß und wiegt 105 kg. Sie wird von einem Mann getragen, der das Gewicht der Figur mittels eines Gerüstes im Inneren des hohlen Körpers auf seinen Schultern geschickt balanciert. Der Samson von Tamsweg kann das ganze Jahr über im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg besichtigt werden.

Museen

Lungauer Heimatmuseum Tamsweg

Hauptartikel: Lungauer Heimatmuseum Tamsweg

Das Lungauer Heimatmuseum Tamsweg wurde 1962 im gemeindeeigenen, ehemaligen Barbaraspital, einem der ältesten Gebäude des Marktes, eingerichtet. Das aus dem Mittelalter stammende Gebäude, das von den Gewerken des Lungauer Bergbaues als Spital errichtet wurde und diente bis zur Errichtung des Heimatmuseums der Altenbetreuung und -versorgung. Das Heimatmuseum birgt heute einen repräsentativen Querschnitt des bäuerlichen Handwerks und der bäuerlich-bürgerlichen Einrichtung im Lungau. Die Besichtigung des Museums ist nur im Rahmen einer Führung möglich.

Musik

Natur

Im Gemeindegebiet befindet sich der Prebersee.

Sport

Im Lungauer Bezirkshauptort gibt es viele Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Für Radsportfreunde stellt der Murradwanderweg in Richtung Steiermark auf einer Strecke von 340 km bis zur Thermenregion Bad Radkersburg (Südsteiermark) ein besonderes Erlebnis dar.

Aktivitäten im Sommer: Wandern, Trekking, Radfahren, Mountain Biking, Fischen, Rafting, Nordic Walking, Baden;

Im Winter bietet die Ferienregion Tamsweg als kältester Bezirk im Bundesland Salzburg beste Voraussetzungen zum Skifahren, Langlaufen und Winterwandern.

Aktivitäten im Winter: Skifahren, Snowboard, Langlaufen, Winterwandern, Skitouren, Rodeln, Pferdeschlittenfahrten, Eisstockschießen, Eislaufen;

Sportvereine

Volkskulturvereine

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2019 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 15 ÖVP – stellt den Bürgermeister
  • 5 SPÖ – stellt den Vizebürgermeister
  • 5 FPÖ

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Marktgemeinde Tamsweg

Auszeichnungen der Marktgemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Marktgemeinde Tamsweg

Wappen

Das am 17. Jänner 1587 von Erzbischof Georg von Kuenburg dem Markt Tamsweg verliehene Wappen wurde am 24. Oktober 1927 durch die Salzburger Landesregierung erneut verliehen und wie folgt beschrieben:

Im goldenen Schild drei spitzige, naturfarbige, von links nach rechts ansteigende Felsen nebeneinander. Von der linken Felsspitze springt eine naturfarbige Gämse über die beiden anderen Felsspitzen hinweg..

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Marktgemeinde Tamsweg

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Marktgemeinde Tamsweg
  Bilder von Personen aus Tamsweg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Sonstiges

In Tamsweg befindet sich eine der fünf Messstellen für den Polleninformationsdienst im Land Salzburg.

Bilder

  Tamsweg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
  Tamsweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Literatur

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise