Haussperling

Aus Salzburgwiki
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Adultes Haussperlingsmännchen
Adultes Haussperlingsweibchen
Bereits flügger, juveniler Haussperling, der sich noch gerne von den Altvögeln füttern lässt.
Haussperling beim "Zurichten" der Nahrung für die Jungvögel. Die unverdaulichen Teile des Insekts - in diesem Fall eine Heuschrecke - werden vor der Verfütterung an die Nestlinge entfernt.

Der Haussperling (Passer domesticus) gehört zu den Sperlingen (Passeridae) und ist der gemeinhin bekannteste Sperlingsvogel.

Allgemeines

Die Bekanntheit der „Spatzen“ hat mehrere Gründe: Haussperlinge sind Jahresvögel, die fast ausschließlich im Bereich menschlicher Ansiedlungen brüten und sie treten immer in Gruppen auf, deren kollektive Lautäußerungen nicht zu überhören sind. Sie sind auch wenig scheu und überall dort, wo es im Freien etwas zum Futtern gibt, anzutreffen. Während die Gruppe Nahrung aufnimmt, nimmt einer der Vögel von einer übersichtlichen Sitzposition aus die Rolle des Wachhabenden ein.

Beschreibung

Ihre Körperlänge beträgt 14-16 cm. Sie sind damit etwas größer als ihre nahen Verwandten, die Feldsperlinge. Der Körperbau des Haussperlings ist robust und breit wirkend, wozu auch der Umstand, dass ihr Gefieder häufig aufgeplustert ist, beiträgt. Haussperlinge haben einen großen Kopf und einen kräftigen Schnabel. Ihr Mantel ist bräunlich mit schwarzen Streifen. Sie nehmen im Stehen meist eine kauernde Haltung mit eingezogenen Beinen ein. Ihr Flug mit ständig schwirrenden Flügelschlägen wirkt eher angestrengt als elegant. Beim adulten Männchen sind Kehle, Zügel und Augenregion schwarz, der Scheitel ist grau und seitlich kastanienbraun eingefasst. Die Ohrdecken erscheinen in einem düsteren Grau, die Halsseiten sind weißlich, die Flügelbinde ist breit und weiß. Ihr Schnabel ist zur Brutzeit schwarz. Weibchen und Jungvögel sind an ihrer Unterseite düster bräunlich grau gefärbt. Das Gefieder an der Oberseite wirkt schmutzig braun, der Mantel ist ebenfalls schwarz gestreift. Kennzeichnend ist ein meist deutlicher heller Überaugenstreif.

Lebensraum und Salzburgbezug

Wie weiter oben bereits erwähnt, teilen sich die Haussperlinge ihren Lebensraum mit den Menschen. Für ihre Nester nützen sie jede denkbare Möglichkeit: sie nisten häufig unter Dachziegeln, in Lüftungsschächten und Gebäudenischen und bauen ihre Nester nur gelegentlich auch in Bäumen. Aufgrund vogelabweisender moderner Baukörper und der Abnahme älterer Gebäude mit Spalten und Nischen, werden auch die für Haussperlinge geeigneten Brutplätze weniger. Haussperlinge finden sich auch gerne an Futterstellen ein.

Man schätzt, dass es im Bundesland Salzburg bis zu 10.000 Brutpaare gibt und gilt daher der Haussperling hierzulande nicht als gefährdet. Wie andere Sperlingsarten auch verfüttern Haussperlinge Insekten wie Heuschrecken an ihre Jungvögel.

Quellen

  • Slotta-Bachmayr, Leopold, Medicus, Christine, Stadler, Susanne: Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, HG Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02 – Naturschutzfachdienst, Salzburg 2012, S. 30
  • Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers, S. 372-373