Hinterkargl-Kasten

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Der Hinterkargl-Kasten ist ein Getreidekasten in der Lungauer Marktgemeinde St. Michael im Lungau.

Geschichte

Laut der Jahreszahl oberhalb der Eingangstür wurde der Kasten 1748 gebaut. Malerei, innen die Holzstiege und die Holztramdecke sind noch im Orginalzustand erhalten.

Beschreibung

Der Kasten steht östlich der Zimmerei Kendlbacher in Oberweißburg. Der gemauerte Kasten hat eine Mauerstärke von 70 cm, ist dreistöckig, auf einem Grundriss von 5 mal 6,5 m gemauert und 7,20 m hoch. Das ost-west-geneigte Ansdach ist mit Lärchenbrettern gedeckt. Über dem südseitigen segmentbogigen Eingang mit einer Eingangstür aus Holz sind 2 übereinanderliegende Fensteröffnungen vorhanden, die untere Öffnung ist vergittert. Die Gebäudekanten sind in Form einer geteilten Rustikaquaderung in den Farben oxidrot, ocker und grau gestaltet. Die gleichen Farben haben die Fenster- und Türumrandungen und die Geschoßteilungen und das Giebelfries in Form des laufenden Hundes.Unten ist durch Feuchtigkeit der Putz teilweise abgefallen, die Farben sind stark verwittert und nur noch die Ritzungen zu sehen. Beim Eingang kann man die Reste der aufgemalten Säulen sehen. Oberhalb des Architravs sieht man links und rechts Dreiecke und in der Mitte Halbkreisbögen und die Kartusche mit der Jahreszahl 1748. Links von der Eingangstür führen Stufen in den Keller, den ein Tonnengewölbe abschließt,hier wurden bis ca. 1970 der Erdäpfel und Gemüse gelagert. Eine steile Schubbretterstiege führt vom Erdgeschoß in den ersten Stock mit einem Holztramboden, auf dem die Getreidetruhen stehen. Die Vorrichtung zum Aufhängen vom Speck und eine Brotrem hängt an der Decke, bis 1970 standen sie noch in Verwendung.

Quelle

Marterl.at