Jaidbachalm

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Die Jaidbachalm ist eine Alm im Krimmler Achental im westlichen Pinzgau

Allgemeines

Die Alm liegt eingebettet in die Almweiden und Hochgebirgswiesen des Krimmler Achentales und erstreckt sich vom Talboden auf rund 1 700 m ü. A. bis an den Gletscherrand auf 2 500 m ü. A. Für die Eigentümer Rudi und Gerda Steger, die in Uttendorf ihr Heimgut bewirtschaften, hat die Alm einen besonderen Stellenwert: „Unser Ziel ist es, die Alm nachhaltig zu bewirtschaften und den Almcharakter zu erhalten sowie gesunde, wertvolle Lebensmittel herzustellen.

Bewirtschaftet wird die Alm von Anfang Juni bis Mitte September. Aufgetrieben werden etwa 20 Milchkühe (reinrassige Pinzgauer), zwei [Noriker Pferd]]e (Noriker Tiger), vier Schweine und Jungvieh (2008). Die Jungrinder, Pferde und Schafe weiden von Mitte Juli bis Mitte September auf der Hochalm, die an Südtirol grenzt. Die Milchkühe bleiben hingegen im Talbereich, denn ihre Milch wird zum beliebten "Gletscherkäse", einem traditionellen Bio-Bergkäse, in der 500 Jahre alten Käserei weiterverarbeitet. Diese Käserei wurde in den letzten Jahren zu einer Schaukäserei für Besucher ausgebaut und adaptiert.

Großen Wert legt die Familie Steger weiters auf die alte überlieferte Zimmermannsarbeit und Baukultur. Dies sieht man deutlich an den im Laufe der Zeit notwendig gewordenen baulichen Adaptierungen, die mit sehr viel Rücksicht und Liebe zum Detail umgesetzt wurden. Die Almleute sind aber gleichermaßen offen für eine neue, zeitgemäße Holzbauweise. Das beste Beispiel dafür ist die neue Almkapelle, die sich in ihrer Holzbauweise überaus harmonisch in das charakteristische Almbild einfügt.

Die Zusammenarbeit zwischen den Almleuten und der Nationalparkverwaltung ist vorbildhaft. So wurden zum Beispiel im Rahmen des Vertragsnaturschutzes ökologisch wertvolle Flächen für die internationale Anerkennung des Nationalparks auch außer Nutzung gestellt. Im Bereich der Bildungsarbeit bietet die Jaidbachalm mit der Schaukäserei und dem Exkursionsangebot "Vom Kas zum Kees" ein interesssantes Angebot.

Sehr viel Zeit und Mühe wird in die behutsame Pflege und das Freihalten der Almflächen (Schwenden) wie auch in das Räumen der Weide nach Lawinenabgängen investiert.

Die Alm wurde 2008 zu Almen des Jahres gekürt.

Quelle