Johann Imlauer

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Johann Imlauer, vulgo Gstallnerbauer, ist Bauer und Landschaftspfleger in Maria Alm und, wie er selbst sagt, kein Streithansl, sondern ein Gerechtigkeitsfanatiker.

Der Streitfall

Ende 2004 legte Johann Imlauer eine seiner Wiesen im Krallerwinkel trocken. Doch dabei hatte es sich um ein nicht gekennzeichnetes unter Naturschutz stehendes Biotop gehandelt. Nach einem langen Rechtsstreit durch alle Instanzen erhielt er Ende 2011 den Bescheid des Verwaltungsgerichtshofes mit einer Geldstrafe von 2.500 Euro.

Diese wollte er aber nicht bezahlten, ging zum Volksanwalt, der ihm aber auch nicht weiterhelfen konnte. Anfang Jänner 2013 erhielt er einen Exekutionstitel zugestellt - er solle jetzt 2.750 Euro plus die Kosten des Antrags (104 Euro) bezahlen. Beides lehnt der Gstallnerbauer jedoch weiterhin ab. Er fühle sich ungerecht behandelt, er habe nicht wissen können, dass seine Wiese unter Naturschutz stand. Dies wurde ihm weder gesagt noch durch ein Schild kundgetan.

An diese unterlassene Information knüpft sich des Bauers letzte Hoffnung. Er will eine Amtshaftungsklage einbringen. Seiner Meinung nach hätte die Behörde mit einem Umweltvertrag an ihn herantreten müssen. Dies war jedoch nicht geschehen und so sieht Imlauer ein Versagen bei der Bezirksbehörde.

Insgesamt kosteten ihn der Rechtsstreit rund 8.000 Euro. Doch nun will er auch diesen weiteren Schritt noch setzen. Denn, so meint er, wenn er jetzt zahle, um Ruhe zu geben, so wäre es ja ein Schuldeingeständnis. Ihn träfe aber keine Schuld. Und sollte der Exekutor kommen, dann möge er eben etwas pfänden, aber Geld bekäme er keines.

Quelle