Leonhard Ehrgott

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Leonhard Ehrgott (* 15..; † 1620) war ein Salzburger Offizier und Schlossbesitzer.[1]

Festungskommandant

Ehrgott war als Kriegsoberst für den abgedankten Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau während dessen Gefangenschaft (1612 bis 1617) auf der Festung Hohensalzburg verantwortlich.[1]

Schlossbesitzer

Ehrgott besaß das Schloss Liefering (das heutige Schlossbauerngut).[1]

Das aus dem Nachlass des Salzburger Hofkanzlers Sebastian Höflinger († 1576) stammende Gut wurde im Jahr 1592 von Ehrgott erworben. Ehrgott wurde 1596 Obrister Hauptmann des Königs von Spanien, Salzburger Kriegsrat und um 1600 von Kaiser Rudolf II. in den Reichsadelstand erhoben. Er gab dem schlossartigen Bau im Wesentlichen die heutige Gestalt; es wurden ein Westtrakt als Kaserne, eine Ringmauer und eine Zugbrücke sowie 1606 eine Kapelle (Annakapelle) hinzugefügt.[2]

Leonhard Ehrgott blieb trotz mehrerer Ehen kinderlos.[2]

Straße

Nach Leonhard Ehrgott ist die Ehrgottstraße im Salzburger Stadtteil Liefering benannt.[1]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Info zu 'Ehrgottstraße'  auf gis.stadt-salzburg.at.
  2. 2,0 2,1 Wikipedia-Artikel "Schlossbauerngut", gestützt auf Weber, Otmar: Das Schloßbauerngut mit der St. Anna-Kapelle. In: Kuratorium der Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering (Hrsg.), Liefering. Das Dorf in der Stadt (S. 290-297). 1997, Salzburg: Peter-Pfenninger-Schenkung.