Otmar Weber

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Mag. Dr. phil. Otmar Konrad Weber (* 6. August 1931[1] in Thalgau) ist Altphilologe und historisch sowie sprachwissenschaftlich in Salzburg tätig.

Leben

Geboren und getauft am 6. August 1931 in Thalgau, aufgewachsen in Oberndorf bei Salzburg und ab 1946 in der Stadt Salzburg. Er besuchte die Mittelschule im erzbischöflichen Privatgymnasium Borromäum in Salzburg-Parsch. Von 1952 bis 1956 war er bei der Riunione Adriatica di Sicurta in Salzburg am Mirabellplatz 6 beschäftigt.

Am 8. Oktober 1955 heiratete er Annemarie Gisela, geb. Sieber.

Am 2. Juli 1956 begann er beim gehobenen Fachdienst beim Amt der Salzburger Landesregierung. Zunächst in der Abteilung X - Wirtschaft und Wohnbauförderung, dann von 1. Jänner 1978 bis 31. Juli 1994 als leitender Oberrat im Salzburger Landesarchiv.

Ab dem Semester 1965/66 studierte er an der neugegründeten Fakultät der Universität Salzburg, 1971 legte er Lehramtsprüfung für Latein und Griechisch ab und am 6. Juli 1972 promovierte er zum Doktor der Philosophie. Von 1. September 1972 er bis 1977 das praktische Lehramt für Altgriechisch aus und führte zwei Klassen bis zu deren Matura.

Am 25. Juni 1976 erfolgte nach ausgezeichnet bestandener Prüfung seine Bestellung zum Naturschutzorgan und am 1. Mai 1994 wurde er als leitender Oberrat im Landesarchiv in den Ruhestand versetzt.

Heute wohnt Dr. Weber in Taxham, Stadtteil von Salzburg.

Ehrungen

Am 9. März 2001 wurde ihm das Ehrenzeichen in Gold für 25 Jahre ehrenamtliche Dienstleistungen der Berg- und Naturwacht verliehen.

Werke

In seinen Veröffentlichungen beschäftigt sich Otmar Weber z. B. mit lokalhistorischen Fragen und Ortsnamenkunde (Bolaring, Oberndorf, Henndorf …).

  • Ausgewählte Wörter des mykenischen Griechisch der Linear B - Tafeln und im homerischen Epos in semantischer und onomasiologischer Sicht, Dissertation, Salzburg, Dezember 1971
  • Die Bevölkerung von Kuchl. In: 600 Jahre Markt Kuchl, 1380–1980, S. 36–42, Eigenverlag der Marktgemeinde Kuchl
  • Ein karolingisches Pergamentfragment im Salzburger Landesarchiv. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) 120/121, 1981, S. 39–78
  • Ein Untersbergspiel. In: Salzburger Heimatpflege, Berichte. Mitteilungen. Brauchtumskalender., 12. Jahrgang, Heft 3, November 1988
  • Der Dorfname Schinking in Saalfelden. In: MGSLK 130, 1990, S. 293–296
  • Die Flur- und Siedlungsnamen im Raum Saalfelden. In: Chronik Saalfelden, Band I, S. 46–50, herausgegeben von der Marktgemeinde Saalfelden 1992
  • Der Name Henndorf und das Gemeindewappen. In: Henndorf am Wallersee, S. 36–41, Eigenverlag der Gemeinde Henndorf 1992
  • Grenzbezeichnungen in alten Salzburger Jagd- und Waldgebieten. In: MGSLK 132, 1992, S. 129–142
  • Silenta nokt' - La kapo de Josef Mohr In: Eventoj N-ro 0116 vom 2. Dezember 1996, Internacia sendependa gazeto pri la Esperanta-movado = Internationale unabhängige Zeitung der Esperantobewegung
  • Ortsnamen in der Zeit, In: Festschrift Ortsnamenforschung, 20 Jahre Salzburger Ortsnamenkommission, SIR-Schriftenreiche Band 14, Salzburg 1995, S. 111–117
  • Das Schloßbauerngut mit der St. Anna-Kapelle. In: Kuratorium der Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering (Hrsg.), Liefering. Das Dorf in der Stadt (S. 290–297). Salzburg: Peter-Pfenninger-Schenkung, 1997
  • Lieferinger Herren- und Gutshöfe - Der Baldehof. In: Liefering. Das Dorf in der Stadt, S. 282–285, Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering, 1997
  • Lieferinger Herren- und Gutshöfe - Das Gärtnergut (Eschenlohr) in Liefering. In: Liefering. Das Dorf in der Stadt, S. 286–289, Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering, 1997
  • Ein frühes Zeugnis der Lieferinger Jagd. In: Liefering. Das Dorf in der Stadt, S. 420–421, Peter-Pfenninger-Schenkung Liefering, 1997
  • In der Salzburger Konditorei. In: Die christliche familie, Nr. 45 vom 9. Nov. 1997, S. 8.
  • Wilderertragödie im Tennengau. In: Der Anblick, Juni 1998, Heft 6, S. 38–44
  • Parscher Reminiszenzen, In: Bastei, Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg, 48. Jahrgang, 1. Folge, März 1999
  • Das Monstrum vom Haunsberg. In: Der Anblick, Jänner 2000, Heft 1, S. 42–44
  • Fünfzig Jahre Salzburger Natur. Gedanken eines Pessimisten (Leserbrief). In: Natur Land Salzburg, 2000, Heft 2 S. 65–68
  • Örtlichkeitsnamen in Raum und Zeit. In: Österreichische Namenforschung, Jg. 29 (2001), Heft 1–2, S. 213–218
  • Otmar Weber und Werner Hölzl: Kulturwanderweg in Liefering. In: Bastei, September 2001, S. 20–22
  • War dieser Stadionbau in Ordnung? Salzburgs Stadionbau - Zeitzeugnis, Freilassing 2004, S. 7
  • Mit der Freude an Geschichte(n), 4. Teil: Der Baldehof. In: Lieferinger Post. Stadtteilzeitung für Liefering Nr. 1/05 (2005) S. 5
  • Die Bellaria vor Kleßheim. In: Der Lieferinger Kultur-Wanderweg. Auf 52 Stationen durch die bewegte Geschichte eines Salzburger Stadtteils, Salzburg 2006, S. 189–190. Auch in: –, Ausgabe 2/06 (2005), S. 4
  • Oberndorf - ein leicht verständlicher Ortsname? In: Österreichische Namenforschung, Jg. 33 (2005) Heft 1–2, S. 119–122.
  • Pergamentfragmente des 12. Jahrhunderts mit Texten des Josephus Flavius. In: MGSLK 146, 2006, S. 139–157
  • Das Gärtnergut in Liefering. In: Der Lieferinger Kultur-Wanderweg. Auf 52 Stationen durch die bewegte Geschichte eines Salzburger Stadtteils, Salzburg 2006, S. 67–68. Sowie in: Lieferinger Post, Ausgabe 2/08
  • Lieferinger Flurnamen. In: Der Lieferinger Kultur-Wanderweg. Auf 52 Stationen durch die bewegte Geschichte eines Salzburger Stadtteils, Salzburg 2006, S. 177
  • Das Vorfeld von Schloß Kleßheim. In: Der Lieferinger Kultur-Wanderweg. Auf 52 Stationen durch die bewegte Geschichte eines Salzburger Stadtteils, Salzburg 2006, S. 184–188. Sowie in: Lieferinger Post, Ausgabe 3/09
  • Der heilige Rupert und seine Mission in Salzburg. In: MGSLK 147, 2007, S. 163–200
  • Der Gaisberg als hochfürstlich-erzbischöfliches Weidegebiet, In: Harald Lohmann, Helmut Lainer, Claudia Willi: Parsch erzählt. Geschichte und Geschichten eines Salzburger Stadtteils, Vorarlberger Verlagsanstalt 2008, S. 30–31
  • Das Schlossbauerngut. In: Lieferinger Post, Ausgabe 2/2007, S. 17
  • Der "Bluadige", In: Harald Lohmann, Helmut Lainer, Claudia Willi: Parsch erzählt - Geschichte und Geschichten eines Salzburger Stadtteils, Vorarlberger Verlagsanstalt 2008
  • Otmar Weber, Claudia Willi, Harald Lohmann: Mythos Kreuzberg, In: Harald Lohmann, Helmut Lainer, Claudia Willi: Parsch erzählt - Geschichte und Geschichten eines Salzburger Stadtteils. Vorarlberger Verlagsanstalt 2008
  • Mitarbeit am Historisch-Etymologischen Lexikon der Salzburger Ortsnamen (Helson), Band 1 - Stadt Salzburg und Flachau - (So Bolaring, Fürwag, Kleßheim, Oberndorf, Zifanken, (S. VIII. - Dank; S. 170/171 - Bibliographie). Dazu Hinweis in der Salzburger Ortsnamenkommission auf Dr. Oskar Dohle: Camp Marcus W. Orr "Glasenbach als Internierungslager nach 1945" zum Zwecke der Aufklärung, um eine fatale Verwechslung zu vermeiden. Ergänzung von fehlenden Ortsteilen von Berndorf bei Salzburg. Ablehnung der alten Erklärung von Vetterbach (richtig: der vö(r)der Bach - der weiter vorn fließende Bach).
  • Das Schifferspital in Oberndorf - Planung ab 1479 und Bewirtschaftung im Jahre 1760 in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSL), 156. Vereinsjahr 2016, S. 185–215
  • Die Kauerlehen (erscheint 2019) in: Salzburg Archiv, Schriftenreihe des Vereines Freunde der Salzburger Geschichte, Bd. 37

Quelle

Einzelnachweise

  1. Natur Land Salzburg, 2000, Heft 2 S. 67.