Leopold Grossberger

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Leopold Grossberger war der Lebensretter des Neumarkter Franz Sinnhuber, Mödlhamerbauer in Aring im Zweiten Weltkrieg.

Die Lebensrettung

Sinnhuber kämpfte mit seiner Gebirgsjägereinheit im Gebiet Anzio - Nettuno am Tyrhennischen Meer südlich von Rom in Italien. Um 11 Uhr am 28. Mai 1941 wurde Sinnhuber dabei schwer verletzt. Stark blutend lag er an der alten via Appia und winkte bittend vorbeifahrende Panzer der Deutschen Wehrmacht um Mitnahme. Doch erst nach sechs Stunden hielt ein Panzer. Der Kommandant hatte am Edelweiss auf der Mütze von Sinnhuber erkannt, dass es sich um einen der Ihren handelt. Er nahm ihn zum Verbandsplatz nach Velletri in den Albaner Bergen bei Rom mit.

2005 war Leopold Grossberger aus Seitenstetten in Niederösterreich zu einem Kuraufenthalt in Penk. Dort kurte zur selben Zeit Maria Krenn, Altbäuerin vom Dichtlgut in Aring. Nachdem sich die beiden während des Kuraufenthaltes befreundet hatten, besuchte Grossberger Frau Krenn in Neumarkt. Im Gespräch wurde auch über Kriegserlebnisse, auch über die Schlacht bei Anzio-Nettuno, gesprochen. Dabei erinnerte sich Maria Krenn, dass ihr Nachbar - Franz Sinnhuber - erzählt hat, dass ihm dort ein Panzerkommandant das Leben gerettet hatte. Dann stellte sich heraus, dass Grossberger dieser Retter war.

2011 war Franz Sinnhuber 86 Jahre alt, Leopold Grossberger 97.

Quelle