Millionär

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Als Millionäre gelten Menschen, die abzüglich ihres Privatheimes noch über Geld-Werte in der Höhe von mehr als einer Million Euro verfügen.

Millionäre im deutschen Sprachraum

In Deutschland, in der Schweiz und in Österreich leben heute - im Mai 2013 - mehr Millionäre als je zuvor und auch deren Vermögenszuwachs ist im vergangenen Jahr (2012) mehr gestiegen, als je zuvor. Das überrascht selbst Vermögensforscher wie Reinhard J. Berger, selbst Euro-Millionär.

Berger ist Eigentümer der Liechtensteiner Investmentgesellschaft Valluga, die jährlich den sog. DACH-Vermögensreport verfasst. Er führt die extreme Kluft zwischen der Entwicklung der Wirtschaft in der EURO-Zone inklusive Entwicklung des Lebenssituation der „Normalbevölkerung“ einerseits, und jener der Vermögen der Reichen in den drei genannten Ländern andererseits, auf zwei Mechanismen zurück: das sind die boomenden Kapitalmärkte und der starke Immobilienmarkt.

Millionäre in Österreich

In Österreich kamen im Jahr 2012 zu den bereits vorhandenen Millionären 5 500 Menschen mit einem Vermögen von über einer Million dazu. Das entspricht einer Steigerung von 7,7 Prozent. Österreich hat nun 77 600 Millionäre. Das sind 920 Millionäre pro 100 000 Einwohner und entspricht einer Dichte von 0,92 %. In Deutschland liegt die Millionärsdichte bei 1,09, in der Schweiz bei 2 %.

Das Vermögen der Millionäre wies aber ein noch stärkeres Wachstum auf als der Zuwachs an Millionären. Es betrug in Österreich 10 % und erhöhte deren Vermögenssumme auf 245 Mrd. Euro. Damit haben sich die österreichischen Millionäre im Vergleich mit jenen in den deutschsprachigen Nachbarländern zu Spitzenreitern entwickelt. In Deutschland betrug der Vermögenszuwachs nur 9,4 und in der Schweiz 7,6 Prozent.

Reiche werden durch Unternehmensbeteiligungen, Immobilieninvestments und erhöhte Aktienquoten reicher. Eurokrise, Rezession und Probleme in Ländern wie Griechenland ließen Berger erwarten, dass sich das Wachstum der Reichen vermindern würde. Das Gegenteil war der Fall. Dazu ist noch anzumerken, dass das Vermögen der Milliardäre noch schneller wächst als das der Millionäre. Zusammenfassend ist zu sagen, dass 30 Personen, bzw. Familien, in Deutschland, in der Schweiz und auch in Österreich 8,8 Prozent des gesamten Millionärsvermögens besitzen und sie verfügen auch über 3,3 % des gesamten Privatvermögens.

Berger ist der Meinung, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf das Wissen über die Vermögensverteilung hat. Diese Ansicht wird jedoch von vielen seiner Millionärskollegen nicht geteilt.

Millionärsdichte in Salzburg

Die größte Millionärsdichte Österreichs ist in Wien festzustellen. Sie liegt in der Bundeshauptstadt bei 1,13 Prozent. Niederösterreich befindet sich mit 1,06 Prozent an zweiter Stelle. Doch schon an dritter Stelle ist Salzburg zu finden. Die Millionärsdichte im Bundesland Salzburg beträgt gegenwärtig 1,01 Prozent.

Sozialer Sprengstoff

Berger ist der Ansicht, dass das zunehmende Auseinandertriften der Reichen und der Normalbevölkerung sozialen Sprengstoff birgt. Die Reichen seien aus seiner Sicht dazu angehalten, einen stärkeren Beitrag in der Gesellschaft zu leisten. Eine halbe bis eine Milliarde an Vermögenssteuer könnten die österreichischen Millionäre ohne jedes Problem jährlich beitragen. Darüber hinaus ist Berger der Meinung, dass sich die Reichen mit ihrem Vermögen ähnlich wie in den USA aus eigenem Antrieb in die Gesellschaft einbringen könnten. Projekte, wie beispielsweise das Helga Treichl Hospiz, das mit Ende des Jahres 2013 aus finanziellen Gründen von der Schließung bedroht ist, gäbe es dazu genug.

Den (Noch-) Nicht-Millionären empfiehlt er bei der Anlage ihres Geldes im Gegensatz zur Sparbucheinlage eine Streuung.

Berger äußerte jedoch keine Empfehlung für Arbeitslose, Mittellose und working poor[1], wie sie ihre Geldsituation verbessern könnten. Und er hat auch keinen Rat für die steigende Anzahl an voll beschäftigten Arbeitnehmern, die bisher dem sog. Mittelstand angehörten. Sie verdienen mittlerweile gerade so viel, dass sie das immer teurer werdende Wohnen (siehe Immobilieninvestments) und die steigenden Lebenshaltungskosten (siehe Börsenspekulation mit Rohstoffen und Grundnahrungsmitteln) gerade noch bezahlen, aber keinen Spargroschen zu Seite legen können.

Siehe auch

Quellen

  • Tausende neue Millionäre in Österreich, Salzburger Nachrichten, 31. Mai 2013, Titelseite, und ebenfalls in den SN auf S. 14, Karin Zauner: Reiche überraschend viel reicher
  1. siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Erwerbsarmut Wikipedia Erwerbsarmut --> "working poor"