Natalie Gal

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Natalie Gal

Natalie Gal (* 1971 in Salzburg) ist Musikpädagogin und seit Oktober 2010 Geschäftsführerin von prima la musica.

Vorgestellt

Meist ist es so, dass man entweder Künstler ist oder Organisationstalent. Beides in einer Person vereint ist selten.

Natalie Gal darf man in dieser Hinsicht eine Ausnahme nennen. Einmal geht sie in der Kunst des Gambenspiels auf, ein andermal studiert sie historische Tanzbücher für die Auftritte mit ihrem Ensemble Musica et Saltatoria, um sich wenig später der Büro- und Organisationsarbeit zu widmen. Sie selbst nennt das "kreativ sein, aber mit Struktur".

Jetzt kommt eine weitere Herausforderung auf die Salzburgerin zu: Gal ist als Geschäftsführerin von prima la musica in Salzburg für die Abwicklung des größten Wettbewerbs für Jungmusiker im Bundesland verantwortlich, der im Februar 2011 zum 17. Mal stattfindet.

Als Tochter einer Pianistin ist Gal mit der Musik aufgewachsen. Im Alter von sechs Jahren lernte sie Cello. Nach der Matura stieß sie in Konzerten dann auf ein Instrument, das so ähnlich aussah wie ihr Cello, das aber eine längere Geschichte und einen anderen Klang hat: die Gambe. Gal war von der Klangfarbe ebenso fasziniert wie von alter Musik insgesamt.

So ging sie nach der Matura nach Linz, um am damaligen Bruckner-Konservatorium Instrumental- und Gesangspädagogik Gambe und Cello zu studieren. Als sie fertig war, übernahm sie am Salzburger Musikum die neu eingerichtete Lehrerstelle für Viola da gamba und studierte nebenbei am Konservatorium der Stadt Wien weiter. Warum hat es ihr ausgerechnet die "Beingeige" und nicht so sehr das jüngere Cello angetan? Es sei erstens "dieser besondere, näselnde Klang" und zweitens die Literatur aus der Renaissance- und Barockzeit, die auf der Gambe gespielt werde, sagt Gal.

Ihre zweite künstlerische Leidenschaft ist der historische Tanz. Über die Tante, die am Institut für Musikwissenschaft der Universität Salzburg unterrichtete, lernte Gal schon in der Schulzeit Tänze aus der Renaissance, der Barock- und Mozart-Zeit kennen. "Ich war begeistert von den Kostümen und von der Musik. Ich habe dann nach der Matura beschlossen, das auch aktiv zu machen." So trat sie der auf historische Tänze spezialisierten Formation Musica et Saltatoria bei, deren Leitung sie vor zehn Jahren übernahm.

Und auch sonst geht Gal die Arbeit nicht aus. Sie spielt immer wieder Konzerte mit dem Paul Hofhaimer Consort und gibt Kurse für historischen Tanz. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit betreute sie in den vergangenen Jahren diverse Projekte am Musikum und kümmerte sich um die Pressearbeit.

Wenn sie nicht arbeitet, geht sie gern in Museen, Konzerte, ins Ballett und in die Oper. Ist ihr Salzburg in dieser Hinsicht nicht zu klein? "Ja, schon, aber ich schaue, dass ich regelmäßig rauskomme, nach München, Wien und Berlin."

Musikalische Talente gibt es freilich auch in Salzburg zu entdecken. Sie zu fördern ist ein Ziel von prima la musica. Als Geschäftsführerin ist Gal für die Organisation des Landesbewerbs zuständig, für die Unterbringung der Juroren etwa oder dafür, dass alle der rund 350 Teilnehmer vor dem Auftritt vor der Jury einen Einspielraum zur Verfügung haben. "Die jungen Leute sollen die Möglichkeit haben, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es geht um Anerkennung, um Motivation und darum, Musik ernsthaft zu betreiben."

Quelle

  • Salzburger Nachrichten