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Geschichte Hüttaus

Ennstalbahn 1928: Arbeiter bei der Kabelverlegung durch Fa. Ing. A. Spritzer, Aktiengesellschaft für Bauwesen.

Zum Ortsnamen

Der Ortsname der Gemeinde gehört zur Gruppe der aus der Natur gebildeten Stellennamen. Er setzt sich aus dem Gewässernamen „Au“ (ahd. ouwa, mhd. ouwe für Wasser bzw. von Wasser umgebenes Land) und dem aus dem Bergbau stammenden Appellativ „Hütt“ (für Hütte[n] = Sammel- und Verarbeitungsstellen für die ausgebrochenen Erze) zusammen. Der Name wird betont ausgesprochen und lautet im Dialekt „Hitau“ (unbetont wäre beispielsweise „Flocha“ für Flachau).

Zeitlich beginnen die „Au“-Namen mit den großen Waldschenkungen der Salzburger Erzbischöfe im 11. und 12. Jahrhundert an die Stifte Admont (Flachau) und St. Peter (Abtenau), sowie an das Domkapitel (Scheffau-Tal). Allgemein zählen die „Au“-Namen als Zeugen der großen Kolonisation, die bis in das 13. und 14. Jahrhundert fortgesetzt wurde.

Die älteste urkundliche Erwähnung des „Gutes Hüttawe“ stammt aus dem Admonter Stiftsurbar aus dem Jahr 1325. Bereits 1170, also 155 Jahre zuvor wurde jedoch schon das Gut Fritzwald in dieser Gegend erwähnt. 1451 findet sich die Namensform „Hüt(t)aw“ wobei das „w“ damals als „u“ ausgesprochen wurde und sich der Ortsname damit bis heute nur noch unwesentlich in seiner schriftlichen Form veränderte. Hannsen Goldseysn, ein erzbischöflicher Pfennigmeister des 15. Jahrhunderts hielt in seinen noch heute erhaltenen Reisekostenabrechnungen aber auch die Form „Hytta“ schriftlich fest.

Allgemeines

Im Juli 1975 wurde die Scheitelstrecke der Tauernautobahn eröffnet, die als Mautstrecke zwischen Hüttau und Rennweg in Kärnten geführt wird. Was in Europa gefeiert wurde, stieß bei den Anrainern aber wegen des Lärms bald auf heftigen Widerstand. [1]

  1. 50-Jahr-Jubiläumsausgabe der Pongauer Nachrichten vom 31. März 2022