Salzach Kohlen Bergbau Gesellschaft

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Das Bild oben zeigt die Schachtanlage der Salzach Kohlen Bergbau Gesellschaft, unten ist der Kohlenbahnhof in Trimmelkam zu sehen.
Das Bild oben zeigt einen Bergmann, die Bilder unten die Werksiedlung Riedersbach in St. Pantaleon.

Die Salzach Kohlen Bergbau Ges. m. b. H. (SAKOG) war die Betreibergesellschaft der Kohlenbergbaus im Innviertel nahe der Landesgrenze zum Bundesland Salzburg.

Geschichte

Im Gebiet zwischen Ostermiething und Wildshut gab es bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts Kohlebergbau. Die geförderte Kohle wurde in Trimmelkam zerkleinert und mit der Salzburger Lokalbahn in die Stadt Salzburg zum Weitertransport gebracht.

Obwohl die Kohlevorkommen bereits im 18. Jahrhundert festgestellt wurden, begann man erst 1948 ernsthaft mit dem Abbau. Mittels einer Kohlefräsmaschine wurde in einem 100 Meter tiefen Schacht täglich bis zu 25 Meter kohlehaltiges Gestein gebrochen. Vom Füllort des gebrochenen Gesteins beförderte ein Förderband die Hunte, von denen zwei in Abständen von nur 45 Sekunden in die Förderschale des Hauptschachtes rollten. 1956 wurde auf einer Länge von rund 700 Meter unter Tag Kohle abgebaut.

In Riedersbach, Gemeinde St. Pantaleon, befand sich eine große Siedlung für die Bergarbeiter, in der es einen Kindergarten, eine Schule, mehrere Geschäfte und ein Kino sowie eine Kirche mit Pfarrhaus.

Quelle

  • Georg Rendl: Im neuen Kohlerevier des oberen Innviertels, in: oberösterreich landschaft kultur fremdenverkehr sport. Ausgabe 1956, Heft 1/2, Seite 68f