Kohlebergbau in Salzburg

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Kohlebergbau in Salzburg spielte eine völlig unbedeutende Rolle.

Ehemalige Vorkommen

Ehemalige Vorkommen gab es z. B. am Rainberg, am Gersberg und bei den Gänsbrunnhöfen am Fuße des Gaisbergs in Aigen wurde im 19. Jahrhundert ein sehr kleiner Bergbau auf Glanzkohle betrieben. Alle drei Orte befinden sich in der Stadt Salzburg.

Als mineralische Rohstoffe finden sich jedoch alle Arten von Kohle und Ölschiefer im Bundesland Salzburg.

Zeitungsnotiz

Fördert Salzburger Steinkohle. Zu dieser Notiz im „Salzburger Volksblatt" vom Donnerstag schreibt uns Reg.-Rat Tierarzt Rudolf Gerstner: Im Jahre 1897 wurde die Holzstoffabrik St. Andrä im Lungau gebaut. Der Bauleiter, Ingenieur Rauch, fand beim Ausheben des Werkskanals, also wenige Meter unter der Erdoberfläche, einen Kohlenflöz, der nach meiner Erinnerung allerdings etwa nur ein Viertelmeter mächtig war. Rauch sagte, es sei möglich, daß das Lager in der Fortsetzung an Stärke zunehme. Er sandte Proben dieser Kohle, die zur Heizung in der Arbeiterküche benützt wurde, an eine mir nicht mehr erinnerliche Stelle und machte noch irgend eine Stelle (Bergbehörde?) darauf aufmerksam. Herausgekommen scheint dabei nichts zu sein; im damaligen Österreich gab's ja Kohle im Überfluß.

Die Notiz vom Donnerstag, den 17. Dezember 1930, lautete:

„Fördert Salzburger Steinkohle!" Unter diesem Titel setzt sich die „Ehr." mit dem Problem der Steinkohleneinfuhr auseinander und verlangt die Ausbeutung zweier im Lande Salzburg gelegener Vorkommen, die von Fachleuten als hochwertig und sehr abbauwürdig bezeichnet werden. Es handelt sich um ein Steinkohlen-Vorkommen im Raume FlachauAltenmarktWagrain (Pongau), das nur zwei Kilometer von der Bahnstation Altenmarkt entfernt liegt, sowie um ein zweites im Lungau u. zw. zwischen Tamsweg und Mauterndorf, an der Murtalbahn. Das nördliche Vorkommen zeigt Kohle mit 6 571 Kalorien, das südliche solche mit 4 247 Kalorien Brennwert. Man darf annehmen, daß sich die zuständigen Stellen mit dem Vorschlag ernstlich beschäftigen werden.

Quellen

  • Salzburgwiki-Artikel Rainberg und dortige Quellen
  • www.salzburg.gv.at, abgerufen am 30. Dezember 2019
  • ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 19. Dezember 1931, Seite 11
  • ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 17. Dezember 1931, Seite 6