Straßenmeisterei Flachgau

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Straßenmeisterei Flachgau
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Straßenmeisterei Flachgau

Die Straßenmeisterei Flachgau an der Mattseer Landesstraße in Seekirchen am Wallersee- Schöngumprechting wurde 2012 als neue Straßenmeisterei für den Flachgau fertiggestellt.

Allgemeines

Der Stützpunkt Kothäusl hat eine Nutzfläche von 4 600 m². Der Bau hatte neun Millionen Euro gekostet.

Von den Straßenmeistereien im Land Salzburg wird das Straßen­netz mit einer Gesamtlänge von 1 345 Kilometern betreut. Von den 280 km im Flachgau werden künftig 230 km von der Zentrale in Seekirchen-Kothäusl versorgt. Im Gebäudekomplex sind Büro­- und Sozialräume für 45 Bediens­tete, Werkstätten zur Reparatur, Wartung und Instandsetzung des Fuhrparks, Garagen für die zwölf Winterdienst-Lkw, fünf Sonderfahrzeuge, sechs Pkw so­wie Gerätschaften, das Lager so­wie die Salzhalle mit Soleerzeugung untergebracht.

Der Bürobau entspricht dem Passivhausstandard. Die Wärme­versorgung erfolgt weitgehend energieneutral über eine eigene Solaranlage, eine Wärmepumpe (zehn Tiefenbohrungen mit je 150 m) und eine Photovoltaikan­lage. Sie produziert einen beträchtlichen Teil des Stroms, der für die Wärmepumpe benötigt wird.

Im gesamten Wirtschaftsbe­reich gibt es eine Betonkernakti­vierung, im Büro- und Sozial­trakt ist eine Fußbodenheizung im Einsatz. Über den 26 000 Liter fassenden Pufferspeicher kann die Wärme von allen Systemen zurückgewonnen werden. Die­ses Heizsystem garantiert nied­rigste Vorlauftemperaturen und somit höchste Effizienz.

Überall dort, wo kein Trinkwasser benötigt wird, kommt Regenwasser zum Einsatz, speziell bei der Wäsche der Fahrzeu­ge und der Soleaufbereitung. Sieger des geladenen Wettbe­werbs war das Tom Lechners Ar­chitekturbüro "lp architekten" aus Altenmarkt im Pongau.

Der u-förmige Bau umschließt einen Innenhof, öffnet sich zum angrenzenden Wald hin und bil­det einen klaren Abschluss zur Umgebung. Die Salzhalle als Soitärbau mit flach geneigtem Sat­teldach bildet den architektoni­schen Übergang von der klaren, geraden Form des Wirtschafts­gebäudes zu den bestehenden Siedlungsbauten. Die Garagen und Lagerräume sind ebenerdig ausgebildet. Der Verwaltungs­bereich ist in einem mehrstöcki­gen, turmartigen Bauteil unter­gebracht, von dem aus das Areal überblickt werden kann.

Bei der Konstruktion handelt es sich um einen konstruktiven Holzbau, errichtet auf einem Be­tonsockel, der sichtbar bleibt. Mit der Ausführung der Arbei­ten wurden überwiegend Be­triebe aus der Region beauf­tragt.

Groteske um zu schmale Tore für Schneepflüge

Die Stra­ßenmeisterei Flachgau wurde erst Anfang November 2012 eröffnet. Trotzdem muss gleich wieder umge­baut werden. Stein des Anstoßes sind die 17 Falttore - die laut Aus­schreibung eine lichte Breite von 4,10 Metern haben soll­ten. Tatsächlich sind sie jedoch nur 3,65 Meter breit. Aber die Schneepflüge ha­ben, wenn sie quer stehen, auch 3,40 Meter.

Architekt Tom Lechner aus Altenmarkt nimmt den Fehler zum Teil auf seine Kappe - und hat ihn bereits seiner Versiche­rung gemeldet: "Neben uns ha­ben das auch Bauleitung und Torhersteller übersehen." Ur­sache sei, dass im offenen Zustand die zusammengefalte­ten Tore Breite wegnähmen, sagt Tina Tscherteu. Sie hatte für das Land die Bauleitung in­ne - und hat bereits eine Ver­breiterung der Rahmen planen lassen. Lechner: "Die Umbau­kosten werden maximal 70.000 Euro betragen - die aber eine der Versicherungen zahlen wird. Das wird den Steuerzah­ler nichts kosten." Wenn das Land schnell beauftrage, sei ein Umbau noch vor Weihnachten 2012 möglich, sagte der Architekt.

Bildergalerie

Quellen