Tannenwedel

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Tannenwedel in einem Biotop beim Speicher Klammsee
Tannenwedelkolonie

Der Tannenwedel (Hippuris vulgaris), auch Gemeiner Tannenwedel genannt, zählt zu den Wegerichgewächsen (Plantaginaceae).

Beschreibung

Die Ähnlichkeit mit einer kleinen Tanne ist der Hintergrund der Namensgebung für diese Blütenpflanze, die eher wie ein Schachtelhalm aussieht, aber mit diesem nicht verwandt ist.

Tannenwedel sind in ihrem Erscheinungsbild recht unterschiedlich, können sowohl unter dem Wasser leben als auch auf dem Trockenen vorkommen und weisen Übergangsformen dazwischen auf. Der Wurzelstock der Pflanze wächst waagrecht im Schlamm. Die daraus herausragenden Stängel sind hohl und unverzweigt und ragen auf den nebenstehenden Bildern, die in einem Biotop am Speicher Klammsee bei Kaprun aufgenommen wurden, teilweise aus dem Wasser heraus.

Der immergrüne Tannenwedel blüht von Mai bis August, wobei die Blüten nur oberhalb des Wasserspiegels entwickelt werden. Sie sind rötlich-braun und unscheinbar und verfügen über Kelchblätter, jedoch nicht über Kronblätter. Die Blüten werden vom Wind bestäubt. Die Frucht ist länglich, die Nüsschen sind nicht schwimmfähig. Sie werden durch Wasservögel verbreitet. Die Nüsschen frieren in die Eisdecke ein und wandern während der Tauphase auch mit den Eisbruchstücken.

Vorkommen

Tannenwedel kommen in Europa, Westasien, Nordamerika, Grönland und im südlichen Südamerika vor. Die Pflanze ist als Zierpflanze an Teichanlagen sehr beliebt. Es ist daher anzunehmen, dass manche Vorkommen in Freiland künstlich entstanden sind.

Standort

Bevorzugt werden sonnige bis halbschattige Standorte in Wassertiefen von 20 bis 50 Zentimetern in Gewässern, die stehen oder langsam fließen, nährstoff- und kalkreich sind und über einen Schlammboden verfügen.

Quellen

  • Informationstafel am Biotop am Klammsee in Kaprun
  • Deutsche Wikipedia, Stichwort Tannenwedel