Trotl bin ich nicht

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Titelbild Buch Trotl bin ich nicht
Buchtipp "...Trotl bin ich nicht" Kreatives Schaffen in der Landesheilanstalt Salzburg 1840-1969
Autorin: Elisabeth Telsnig
Herausgeber: Oskar Dohle, Ulrike Feistmantl, Elisabeth Telsnig
Verlag: Schriftenreihe des Salzburger Landesarchivs, Nr. 28
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN 978-3-9503422-8-4

Daten

ca. 350 Seiten, mehrfarbig illustriert

Es ist im Landesarchiv (Michael-Pacher-Straße 40, 5020 Salzburg, E-mail: landesarchiv@salzburg.gv.at, Telefon: (06 62) 80 42-45 21) erhältlich oder kann über den Buchhandel bestellt werden.

Über das Buch

Zeichnungen als Spiegel der Seele

Dokumentation des kreativen Schaffens in der Landesheilanstalt von 1849 bis 1969

Kreativität als Spiegel der Seele. Zeichnungen als Ausdruck des inneren Befindens. „…Trotl bin ich nicht“ ist der Titel eines neuen Buches, welches das kreative Schaffen in der Landesheilanstalt Salzburg in den Jahren 1849 bis 1969 beleuchtet. Dazu wurden nicht weniger als 27 800 historische Patientenakten im Landesarchiv durchgesehen. Zudem enthält die Publikation auch moderne medizinische Diagnosen der einzelnen Fälle.

Mehr als drei Jahre war die Kunsthistorikerin Elisabeth Telsnig damit beschäftigt, die im Salzburger Landesarchiv lagernden Akten aus der ehemaligen Landesheilanstalt, der heutigen Christian-Doppler-Klinik Salzburg (CDK) – Universitätsklinikum der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, aufzuarbeiten.

Kunsthistorische Analyse

In 153 der insgesamt 27 800 Dossiers fand sie persönliche Schriftstücke und Zeichnungen. Beispiele von 53 Patienten aus insgesamt 120 Jahren wurden dann für das Buch ausgewählt. „Sie geben einen eindrucksvollen Überblick über das kreative Schaffen dieser Menschen“, so Telsnig.

Zeitgeschichtlicher Kontext

Landesarchiv-Direktor Oskar Dohle und die Archivarexpertin Ulrike Feistmantl standen beratend zur Seite, um die ausführliche kunsthistorische Analyse in den jeweiligen zeitlichen Kontext zu stellen. So spiegeln sich der Erste Weltkrieg und die teilweise traumatischen Erlebnisse an den Fronten in einigen der Kunstwerke wider. Ebenso hat die NS-Zeit in den Krankengeschichten starke Spuren hinterlassen.

Moderne medizinische Diagnostik

Drei Primarärzte der CDK, nämlich die beiden Psychiater Wolfgang Aichhorn (Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) und Leonhard Thun-Hohenstein (Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie) sowie der Neurologe Eugen Trinka (Vorstand der Universitätsklinik für Neurologie) versuchten eine ergänzende Analyse der zeitgenössischen Diagnosen mit den Mitteln der modernen Diagnostik und erweitern somit das Buch um einen medizingeschichtlichen Aspekt.

Stigmatisierung weiter durchbrechen

Das Buch soll dazu beitragen, die bis heute trotz aller Änderungen im gesellschaftlichen Umgang in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch zu beobachtende Stigmatisierung von psychiatrischen Patientinnen und Patienten ein Stück weiter zu durchbrechen“, beschreiben die Herausgeber Oskar Dohle, Ulrike Feistmantl und Elisabeth Telsnig ihre Absicht.

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Quelle

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