Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg

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Die Weißgeschirr-Manufactur in der Riedenburg wurde 1736 von Johann Michael Moser in der Stadt Salzburg in der Riedenburg in der alten Gärtnergasse in der Nähe vom Augustiner Bräustübl Mülln‎ errichtet.

Geschichte

Als Moser 1736 als Krüglmacher nach Salzburg kam, stieß er auf Widerstand bei den einheimischen Haffnern und Zinngießer, als er bei Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian um Errichtung einer Werkstatt samt Brennöfen auf der hochfürstlichen Riedenburg ansuchte. Doch er erhielt sie.

Er musste bald seine Werkstatt, in der er Weiß-Brüderliches Geschirr erzeugte, vergrößern. Die meist weißgrundigen Fayencen wurden als Gebrauchsgeschirr wie Teller, Terrinen, Platten, Tee- und Kaffee- oder Puppengeschirr verkauft. Moser verwendete zur Fertigung den lichten, fein geschlämmten Ton aus der Umgebung von Salzburg. Für sein Geschirr waren der Farbklang Blau-Weiß als Einfluss der Delfter[1] und Blau-Blau der Nürnberger Fayencen bekannt.

Doch die zunächst gutgehende Fabrik kämpfte zunehmend mit ihrem Niedergang. Dann heiratete ein ehemaliger Geselle, Jakob Pisotti dem Älteren seine Tocher Klara und übernahm das Unternehmen. Ihm gelang wieder der Aufschwung und er konnte die Firma 1814 seinem Sohn Jakob Pisotti dem Jüngeren übergeben. Dieser führte sie bis zur Schließung 1848. Der Niedergang der Fayencefabrik begann mit dem Aufkommen von billigem (Massen-)Porzellan durch die Industrialisierung.

Weißgeschirr

Man nannte es auch Weißbrüdersches Geschirr. Es gab in Salzburg nur diese hier beschriebene Firma.

Quelle

Einzelnachweis

  1. Delft war und ist ein Keramikzentrum in den Niederlanden