Zeilarn

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Zeilarn ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn.

Geschichte

Im Salzburger Güterverzeichnis des Bischofs Arno um 790 findet sich die erste urkundliche Erwähnung dieses Ortes. Auch im Handbuch des Bistums Passau ist der Eintrag „Alte Säkularpfarrei [788 urkundlich]“ zu finden. Durch fränkische Mönchen von Salzburg aus begann auch die Christianisierung.

Am Bach des „Turtin“ in Zeilarn dürften die Mönche vermutlich ein Kirchlein für den Lieblingsheiligen der Franken errichtet haben. Später wurden die Kirchen von Gumpersdorf, Schildthurn, Gehersdorf, Leonberg wie auch die Kirchen von Erlbach und Birnbach dieser Frühkirche unterstellt. „Um 1139 wird bei der Nennung von Chovlendorf (= Köllndorf bei Schildthurn) dessen Lage >in parrochia Cidelarn< angegeben und damit der Bestand der Pfarrei Zeilarn bestätigt.

Pfarrer von Zeilarn

Pfarrer in Zeilarn sind ab dem Jahr 1151 fast lückenlos nachgewiesen.

1161 und 1167 wird der Pfarrer „Ortolfus parrochiamus de Cidelorn“ in Urkunden angeführt. Durch diesen Pfarrer ließ „Eberhard von Vorrathing sein Gut dem Armenspital in Salzburg übergeben“. Diese Urkunde ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Bereich Erlbach im 12. Jahrhundert der Pfarrei Zeilarn unterstellt war.

Manche der Zeilarner Pfarrer hatten auch noch eine andere Pfarrei zu betreuen oder hatten eine Domherrnstelle inne. Beispielsweise war Georg Löffelholz von Kolberg von 1515 bis 1525 Pfarrer der Pfarrei Zeilarn und gleichzeitig Pfarrer von Kirchberg und zugleich Domherr von Passau.

Die Pfarrstelle in Zeilarn wurde bis 1811 - im Gegensatz zu anderen Kirchen, wo früher oftmals weltliche Würdenträger die geistlichen Herren bestimmt hatten - immer vom Erzbischof von Salzburg und vom Papst besetzt. Die Pfarrer von Zeilarn waren vom Erzbistum Salzburg aus dem Archidiakonat Gars am Inn unterstellt.

Weitere Pfarrer waren:

Johann Georg Auer (1703–?)
Franz Anton Fahrnbacher (?–1742)

Pfarrkirche

Die Kirche St. Martin stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Quelle