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Baron-Schwarz-Villa

Die Baron-Schwarz-Villa war eine Villa im Baron-Schwarz-Park im Salzburger Stadtteil Schallmoos.

Geschichte

Das Landhaus mit dem damals sehr weitläufigen Park gehörte dem bekannten Bauunternehmer Karl Freiherr von Schwarz. Es wurde in den Jahren nach 1869 vom bedeutenden Architekten Rudolf Bayer im "Schweizerstyl" errichtet, der hier aber auch viele Elemente von Renaissance-Schlössern beinhaltete. Zuvor stand hier der alte Stadlhof der in die Zeit Paris Lodrons zurückreichte. Bedeutende Architekten verwirklichten die aufwändige und gediegene Innenarchitektur. Nach seinem Tod kam die Villa bald ins Eigentum der Stadt Salzburg. Das weitläufige Bauwerk wurde durch amerikanische Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg leicht bis mittelschwer beschädigt. Nach dem Krieg entschied sich die Stadt die Bausubstanz nicht wieder herzustellen, sondern die Villa zur Gänze abzureißen.

Heute steht anstelle der Villa die Volksschule Schallmoos.

Zur Zeit von Freiherr von Schwarz war die Villa Treffpunkt der Salzburger Gesellschaft. Den Park öffnete der Freiherr für die studierende Jugend von Salzburg. Das Schiller-Denkmal, das sich heute im Furtwänglerpark befindet, statt ursprünglich ebenfalls im Baron-Schwarz-Park.

Barocke Pfeiler des Stadlhofes

Die barocken Pfeiler des Stadlhofes sind Überreste des ehemaligen Stadlhofs. Die beiden Pfeiler sind Reste eines breiten Einfahrtstores zum Stadlhof, einer der ersten Gutshöfe nach der Erschließung des Mooses im 17. Jahrhundert erbaut wurden. Der Stadlhof wurde um 1860 von Baron Schwarz zu einer Villa umgebaut und ein Park angelegt. Ob die Pfeiler sich noch an der ursprünglichen Stelle kann nicht mit Sicherheit gesagt werden. Die Art der Basen und Kugeln gestattet jedenfalls ihre Datierung in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Die Pfeiler stehen in der Stadlhofstraße 2 an der Ecke zum Meierhofweg bei einem Wohnhaus jüngeren Datums. Die Einfahrt zum Vorplatz wird von zwei Pfeilern aus Nagelfluh flankiert. Die aus einzelnen Steinteilen zusammengefügten Pfeiler weisen einen quadratischem Querschnitt (0,4 mal 0,4 m) auf. Ihre Höhe ist 2,4 Meter.

Sie bestehen jeweils aus einer schmucklosen Basis, einem hohen Schaft und einem würfelförmigen Aufsatz. Darauf stehen Basen mit eingetieften Feldern, einem Kranzgesims und einer Fußplatte mit einer Kugel. Spuren an den Innenseiten der Pfeiler lassen erkennen, dass hier eiserne Stützkegel für Torflügel angebracht waren.

Quellen