Diskussion:Altstadtsperre

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Meinungen hinterfragt

Bei den Diskussionen um die Altstadtsperre im Sommer 2012 gibt es interessante Aussagen, die zu hinterfragen sind. Hier eine Auswahl:

Meinungen

Bernhard Huemer, Forum Andräviertel: Das Verkehrsproblem gehört gelöst - aber nicht so. Man müsste Touristen schon außerhalb der Stadt klarmachen, dass drinnen kein Parkplatz mehr frei ist
Anmerkung: Und wenn solche Anzeigen auch wären - Touristen glauben es ja doch nicht und fahren weiter - siehe bisherige Erfahrungen mit Schlechtwettersperre.

Und weiter meint Huemer, die Autofahrer würden schlimmstenfalls orientierungslos herumkurven, Staus und Geschäftsausfälle wären die Folge. Er fordert, die Lenker müssten bereits auf der Autobahn informiert werden, wenn alle Parkplätze voll sind.
Anm: Es kommen aber mindestens ebenso viele über die Bundes- und Landesstraßen in die Stadt.

Und Huemer weiter: am besten gar keine Sperre.
Anm: Und die Fahrzeuge fahren in jedem Fall durch die Straßen der Altstadt, nach Parkmöglichkeit suchend, somit Staus verursachend und abschreckend für alle, die zu Fuß in der Altstadt unterwegs sind."

Ein Schilderrestaurator aus Mülln befürchtet, wenn alle Autos in Mülln parken, dann werden die Toiletten im Müllnerbräu total überlastet sein. Dasselbe gelte auch für alle Lokale rundherum.
Anm: Wer beim Müllnerbräu parkt, muss jedenfalls Parkgebühr zahlen. Und es gab schon bisher viele Tage, an denen der Parkplatz ausgebucht war, ohne dass die Toiletten zusammengebrochen wären.

Zum Nachdenken

In dem nun beschlossenen Sperrbezirk gibt es de facto nur den Rotkreuzparkplatz mit 102 Stellplätzen, ansonsten nur vereinzelte Stellmöglichkeiten, vielleicht weitere 20 oder 30 Parkplätze entlang der wenigen befahrbaren Straßenzüge. Warum nun gerade diese 102 Parkplätze die Salzburger Innenstadtwirtschaft ruinieren sollten, ist mir nicht verständlich. Ohne Sperre fuhr jedermann (Einheimische miteingeschlossen) durch diese wenigen Innenstadtstraßenzüge in der Hoffnung auf irgendeinen der wenigen Parkplätzen. Und begann zu kreisen. Bei schlechterem Wetter war also jedenfalls Stau im Altstadtbereich an der Tagesordnung.

Nun wird dieser Bereich für vier Stunden täglich gesperrt. Besucher, Einheimische, die sich in diesem Bereich aufhalten werden, werden die Pferdeschwemme fast autofrei erleben, am Ende der Getreidegasse werden nicht immer wieder Pkw einfahren und gleich wieder zurückstoßen [und dabei kleine Staus verursachen], die Geschäfte in der Münzgasse und in den Schanigärten der Gastronomiebetriebe im Bereich des Anton-Neumayr-Platzes wird man ruhiger genießen können.

Aufgrund meiner internationalen Erfahrungen glaube ich nicht, dass Gäste von auswärts die Altstadt deswegen meiden, weil sie dort [sowieso] keinen Parkplatz vor dem Café finden. Je autofreier Innenstädte sind, desto lieber werden sie bevölkert (auch von Einheimischen). Übrigens, in keiner italienischen Stadt steht am Stadtrand auch nur ein Hinweisschild, dass das Befahren der Innenstadt verboten ist! Und trotzdem kommen Gäste in die Innenstadt.

Das System funktioniert europaweit seit Jahren. Nur in Salzburg soll es nicht funktionieren? Das bezweifelt stark Peter 09:50, 19. Mai 2012 (CEST)

Kommentar eines Internet-Users ..

.. zu folgendem Thema: " Seit Donnerstag, 26. Juli 2012, klebten an den Schaufenstern vieler Geschäfte Poster, auf denen die Stadtpolitiker, allen voran Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) und Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), massiv angegriffen wurden. 400 Plakate wurden gedruckt. Auf einem Teil der Plakate entschuldigen sich die Kaufleute bei ihren Kunden für die Stadtpolitiker und deren Entscheidung für die Mittagsregelung. In der zweiten Serie wurden die Konterfeis von Schaden und Padutsch in einem Fahrverbotsschild mit dem Slogan „Altstadtsperre für Politiker“ gezeigt. Darunter waren alle Gemeinderäte aufgelistet, die diese Sperre beschlossen haben. "

(E.C.): "Wer den Schaden hat ..."


http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/politik/sn/artikel/altstadtsperre-tritt-am-montag-in-kraft-21382/

(Un)Beabsichtigtes Wortspiel mit dem Namen des Bürgermeisters Dr. Heinz Schaden und der Redensart: "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.", schmunzelt --Andrea 11:40, 31. Jul. 2012 (CEST)