Schlechtwettersperre

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Die Schlechtwettersperre tritt in der Stadt Salzburg, bei erhöhtem Verkehrsaufkommen aufgrund von Regen, in Kraft.

Allgemeines

Wenn es im Sommer regnet, dann bricht in der Stadt Salzburg regelmäßig der Verkehr zusammen. Um das zu verhindern, hat die Stadt Salzburg bereits im Jahr 1992 eine Schlechtwetterverordnung beschlossen. Damals wurden die Autos an der Innsbrucker Bundesstraße auf einen Parkplatz beim Flughafen geleitet, die Autos auf der Münchner Bundesstraße Richtung Ausstellungszentrum.

Allerdings gab es mit der Zeit viele Ausnahmegenehmigungen, sodass die Regelung ab 1997 nicht mehr angewandt wurde. Neun Jahre später erinnerte man sich an die Schlechtwettersperre. Anlass war ein verregneter Sommer, der den Verkehr in der Altstadt wochenlang zum Erliegen brachte. Eine Idee, die zu heftigen Diskussionen führte. Gegen den Widerstand von ÖVP und Altstadtkaufleuten wurde sie dann doch eingeführt. Seit 2011 werden die Autos bereits bei der Ausfahrt Salzburg-Mitte zum Park-and-ride-Parkplatz am Messezentrum umgeleitet.

Beim Messezentrum kann für zwölf Euro ein Tagesticket für das Parken und ein Busticket gelöst werden, mit welchem bis zu fünf Personen fahren können.

Der Kreis jener Lenker, die trotz Sperre in die Innenstadt fahren dürfen, wurde eingeschränkt: Nur Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Stadt und Land Salzburg sowie Berchtesgadener Land und Traunstein sind zur Zufahrt berechtigt.

Für den Sommer 2012 wurde eine Altstadtsperre zwischen 16. Juli bis 17. August zwischen 10 und 14 Uhr zwischen Müllner Hügel, Neutor und Ferdinand-Hanusch-Platz für den Individualverkehr bezschlossen. Ausnahmen gelten für Busse, Taxis, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Anrainer, Behinderte und Hotelgäste mit Bestätigungen.

Kurioses

Auf Wunsch der Fremdenverkehrswirktschaft wurde die Schlechtwettersperre in Staumanagement umbenannt.

2014

Laut Verkehrs- und Straßenrechtsamt war es an den zwölf Tagen, an denen die Schlechtwettersperre in Kraft gesetzt wurde, gelungen, je rund 500 Autos aus dem innerstädtischen Straßenverkehrsnetz wegzubringen. Somit wurden an den zwölf Tagen durchschnittlich rund 3,5 km Staulänge vermieden.

Das 14-Euro-Tagesticket für bis zu fünf Personen inklusive Parkplatzgebühr wurde im gesamten Juli und August 7 065 Mal verkauft. An den Ableitungstagen waren es 5 134 Stück. Damit sind in Summe laut Verkehrs- und Straßenrechtsamt rund 21 000 Personen vom Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen. Während manche über die Ableitung schimpften, habe andere das günstige Angebot begeistert.

Insgesamt waren rund 20 Personen temporär mit dem Staumanagement beschäftigt: Vier Polizisten in Salzburg Mitte, zwei beim Flughafen. Hinzu kamen drei Wachtdienst-Mitarbeiter, die die Info-Folder verteilten, je ein Mitarbeiter auf den Park & Ride-Plätzen, ein Staubeobachter der Polizei, ein Asfinag-Mitarbeiter für die Überkopfwegweiser auf der Autobahn, ein Team der Stadt Salzburg für die Beschilderung sowie ein bis zwei Mitarbeiter des Verkehrs- und Straßenrechtsamtes.

Ein Wermutstropfen sei, dass nur an zwei Stadteinfahrten abgeleitet werden könne, weil an anderen nicht genügend Park & Ride-Plätze zur Verfügung stehen. Auch die Zahl der "Ausweichler" (durch Hinweise in den Navi-Geräten) nähme zu. Abhilfe könnten mehr P & R-Plätze in der Region (z. B. im Seengebiet) und digitale Hinweise im Umfeld der Stadt bringen.

Weblinks

Quellen