Filialkirche St. Georg am Steinhögl

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Steinhögl mit der Filialkirche St. Georg
Die Lage von Steinhögl

Die Filialkirche St. Georg am Steinhögl befindet sich am Nordabhang des Högls im Gemeindegebiet von Anger (Ortsteil Steinhögl) im Rupertiwinkel in Bayern. Sie gehört zur Pfarre Anger .

Beschreibung der Lage

Die Kirche befindet sich auf einer 575 m ü. A. hoch gelegenen terrassenförmigen Geländeformation auf der nach Nordwesten auslaufenden Erhebung des Högls. Das Besondere an dieser Stelle ist ein geradezu einzigartiger Ausblick über den Rupertiwinkel: unterhalb von Steinhögl befindet sich die Wallfahrtskapelle Vachenlueg mit dem Tal der kleinen Sur, auf dem ansteigenden Geländerücken links der Markt Teisendorf, in der Mitte die Wallfahrtskirche Weildorf, anschließend mit dreifacher Zwiebelhaube die Kirche von Straß. Der Högl selbst zählt zu den ältesten Siedlungsplätzen der Gegend.

Geschichte

Unweit der Kirche von Steinhögl wurden jungsteinzeitliche Beile aus grünen Seyenit gefunden; freigelegte Mauerreste weisen auf ein römisches Badegebäude hin, und ein 1897 entdecktes merowingerzeitliches Steinplattengrab lässt eine Siedlungskontinuität in nachrömischer Zeit als möglich erscheinen. Die Güter in diesem Bereich gelangten erst ab dem 12. Jahrhundert in den Besitz der Benediktiner-Erzabtei St. Peter in Salzburg und zählten auch zur Ausstattung des nahegelegenen Augustinerchorherrenstift Höglwörth. Erstmals wird 1325 der Siedlungsname Steinhögl genannt.

Die erstmalige Nennung der den beiden heiligen Georg und Leonhard geweihten Kirche erfolgt durch einen im Jahr 1443 ausgestellten Ablassbrief, der mit dem um 1440 errichteten Chorneubau und mit der gleichzeitigen Einwölbung des Langhauses in Zusammenhang stehen dürfte.

Das Langhaus als Saalbau ist der romanischen Zeit zuzuordnen. Dafür spricht das sorgfältig aufgeführte Quadermauerwerk aus Högler Sandstein, das in den unteren Mauerpartien römische Spolien einschließt; Mauerstärke 175/ 180 cm, im Fundament 220 cm. Die romanische Apsis wurde um 1440 durch einen aus Bruchsteinmauerwerk aufgeführten eingezogenen Chor mit Fünfachtelanschluss ersetzt. Das schwere Netzrippengewölbe in Chor und Langhaus ruht auf profilierten Innenraum der St. Georgs-Kirche in Steinhögl, Chor u. Gewölbe-Konsolsteinen. Der Eingang vom Süden her erfolgt durch eine Vorhalle mit Kapelle aus dem späten 17. Jahrhundert Das ursprüngliche romanische Portal konnte ca. einen Meter westlich davon im Mauerwerk festgestellt werden.

Bildergalerie

Weblinks

Quelle

  • Homepage der Pfarre Anger