Gut geht anders

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Titelbild Buch Gut geht anders

Buchtipp Gut geht anders, ein einfaches Lebenskonzept zum Erfolg.

Autor: Johannes Gutmann, Peter Gnaiger
Verlag: Ecowin Verlag
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-7110-0038-5

Rezension 1

Etwas verwirrend und konzeptlos, aber durchaus mit interessanten Aussagen

14 Kapitel, neun direkt oder indirekt über oder mit Johannes Gutmann, dem Gründer des Waldvierteler Unternehmens „Sonnentor“, fünf Kapitel Philosophisches und Gedanken von Peter Gnaiger zum Thema „gut geht anders“.

Als ihn der Verleger fragte, ob er, Gnaiger, nicht ein Buch über einen erfolgreichen Unternehmer schreiben möchte, wollte Gnaiger anfangs nicht. Das klingt immer so nach PR für eine Firma und das wollte er nicht tun. Er tat es aber dann offensichtlich doch. Gnaiger schildert Gespräche mit Gutmann, seine eigenen Eindrücke, die er in der Zentrale von Sonnentor in Sprögnitz im Waldviertel gesammelt hat und ein gemeinsames Treffen mit Gutmann und Altabt Burkhard des Stifts Melk.

Im Kapitel „Lauter Mist im Flüsterbeton“ schreibt Gnaiger, der Leser solle sich keine falschen Hoffnungen machen – mit diesem Buch werde er sein Glück leider nicht finden. Und weiter: der Titel des Buches müsste eigentlich lauten „Gier nach Glück“. Trotzdem hat er es anders betitelt. Im Kapitel „Vom Hamsterrad…“ schreibt er über das Album „Roger Water“ von „Pink Floyd“ und über eine französische Zirkustruppe, die beim Winterfest im Volksgarten aufgetreten war. Beides konnte ich nicht wirklich in Zusammenhang mit dem Buchtitel bringen. Der griechische Philosoph Epikur und das Buch der Französin Catherine Miller über deren sexuelles Leben dienen Gnaiger zu Gedanken zum Thema Genuss.

Ich bin nach dem Lesen des Buches einigermaßen verwirrt und unsicher. Gnaiger hat als Untertitel für das Buch „ein einfaches Lebenskonzept zum Erfolg“ gewählt, schreibt aber dann, dass in dem Buch niemand sein Glück finden würde – für mich widersprüchlich. Denn schreibe ich über ein einfaches Lebenskonzept, sollte es doch für andere nachvollziehbar sein, also auch zum eigenen Glück (weiter)helfen. Gnaiger verneint dies aber, was für mich bedeutet, dass der Inhalt des Buches etwas anderes ist als der Titel ankündigt.

Irgendwie steht manch Weises in diesem Buch, irgendwie kommt es mir aber auch nur wie eine Aneinanderreihung von Kurztexten und Gedanken vor. Die Kapitel mit der französischen Zirkustruppe und jenes rund um Genuss mit Epikur habe ich nicht so recht verstanden, jedenfalls nicht unbedingt im Zusammenhang mit „gut geht anders“. Ich habe das Buch weggelegt, ein paar Tage später weiter gelesen, wieder zur Seite gelegt, irgendwie doch inspiriert von manchen Aussagen und trotzdem habe so ein Gefühl wie „da hat jemand 170 Seiten geschrieben, aha.“ Ich empfinde das Buch eher konzeptlos, dennoch spüre ich, dass Gnaiger Interessantes zu sagen und die Person Gutmann mehr zu bieten hätte, als Gnaiger im Buch tatsächlich vermittelt.

Nein, es ist kein schlechtes Buch. Aber es ist auch keines, das ich ein zweites Mal lesen würde. Ausgenommen, ich möchte vielleicht doch noch besser verstehen, was denn Peter Gnaiger nun wirklich mit dem Buch mitteilen möchte.

Rezension 2

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