Johann Stainhauser

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Johann Stainhauser (* 1570; † 1625) war hochfürstlich salzburgischer Sekretär und Archivar und zugleich Geschichtsschreiber.

Leben

Johann Stainhauser war Spross einer einheimischen Großhandelsdynastie.

Ein juristisches Studium ließ er wegen einer Neigung zu Migräne und Melancholie unvollendet und erlernte in Italien die dortige Sprache. Nach Salzburg zurückgekehrt, suchte er sich die melancholischen Gedanken durch historische Studien zu vertreiben, wozu ihm der St. Peterer Abt Martin Hattinger die Stiftsbibliothek öffnete.

Weiters betätigte er sich im Kontor des von seinen drei Brüdern betriebenen Handelshauses und war Mitglied des Inneren Rates der Stadt Salzburg. Erzbischof Markus Sittikus liquidierte nach seinem Regierungsantritt (1612) das in Schwierigkeiten geratene Stainhausersche Handelshaus, nahm aber Johann in seine Dienste.

Werke

Zu Johann Stainhausers Werken gehören

  • eine handschriftliche Chronik Salzburgs in drei Bänden, die von der Sintflut bis zum Jahr 1610 reicht und in Wien im Haupt-, Hof und Staatsarchiv aufbewahrt wird, sowie
  • Jahresrelationen über die Regierungszeit des Erzbischofs Markus Sittikus.

Editionen und Bearbeitungen

Literatur

  • Hans Ospald, Johann Stainhauser. Ein Salzburger Historiograph des beginnenden 17. Jahrhunderts (1570-1625), in: MGSLK 110/111, 1970/71, S. 1-124.

Quellen

  • Martin Hille, Providentia Dei, Reich und Kirche. Weltbild und Stimmungsprofil altgläubiger Chronisten 1517–1618. Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 81. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2010. ISBN 978-3-525-36074-3. S. 155-157.

Siehe auch