Julian Nida-Rümelin

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Julian Nida-Rümelin bei seiner Festrede 2021.

Julian Nida-Rümelin (* 28. November 1954 in München, Bayern) ist ein deutscher Philosoph und Public Intellectual sowie der Festredner bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2021.

Leben

Er war bis 2020 Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Spezialgebiete sind Entscheidungs- und Rationalitätstheorie, theoretische und angewandte Ethik, politische Philosophie und Erkenntnistheorie. Seit Mai 2020 ist er stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats. Nida-Rümelin war Kulturreferent der Landeshauptstadt München und Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröder.

Der Philosoph und Autor hielt am 25. Juli 2021 in der Felsenreitschule die Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2021. Der Titel seiner Rede: „Eine humanistische Utopie“. Dabei schilderte er, dass, nachdem die letzten großen Utopien der Menschheitsgeschichte zusammengebrochen sind, immer häufiger Dystopien zu gemeinsamen Zielen wurden. Menschengemachter Klimawandel, neue Atommächte wie China und die Ablöse des Menschen durch Digitalisierung seien die bedrohlichen Szenarien, gegen die wir aktuell alle gemeinsam ankämpfen. Um hier erfolgreich zu sein, müssen laut Nida-Rümelin die demokratische Zivilkultur und der Humanismus gestärkt werden. „Es gibt eine humanistische Utopie, und sie heißt Demokratie. Sie setzt voraus, dass wir alle über praktische Vernunft verfügen und uns ein Bild über die zukünftigen Herausforderungen machen können“, so der Festredner. Wichtig sei dabei, dass „wie wir entscheiden, für alle passt. Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit, sondern das Bewahren der Würde und des Respekts jedes einzelnen.

Weiterführend

Für Informationen zu Julian Nida-Rümelin, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen