München

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München, Blick vom Olympiaturm auf München
München, Marienplatz, Rathaus, dahinter die Frauenkirche

München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern und hat rund 1,45 Millionen Einwohner (2017).

München und Salzburg

Sieht man davon ab, dass das Erzstift sich erst 1342 unter Erzbischof Heinrich von Pirnbrunn endgültig von seinem Mutterland Bayern trennen konnte, gab und gibt es eine Reihe von Verflechtungen von Stadt und Land Salzburg mit der bayerischen Hauptstadt München, die Thema dieses Artikels sind.

Urkunden in München

Die erste Bezeugung von Salzburg findet sich in der „Vita Bonifatii“, der Lebensbeschreibung des hl. Bonifatius, die bald nach dessen Tod im Jahre 754 von Willibald, einem angelsächsischen Priester, abgefasst wurde. Dieses wertvolle Dokument (erhalten in einer nur wenig jüngeren Abschrift des verlorenen Originals), befindet sich in der bayerischen Staatsbibliothek in München.

Verträge

Am 14. April 1816 bringt der Staatsvertrag zwischen Bayern und Österreich, geschlossen in München, das Erzbistum Salzburg endgültig zu k. u. k. Österreich.

Biergeschichten

Das Augustiner Bräu München bescherte der Stadt Salzburg durch die Augustiner-Eremiten, die von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1605 aus München nach Salzburg geholt hatte das Salzburger Augustiner Bräu, besser bekannt unter Müllner Bräustübl. Mehr als 400 Jahre später war es wieder das Münchner Augustiner Bräu, das in Salzburg Tradition belebte. Im Dezember 2013 eröffnete die Münchener Brauerei in der Judengasse in der Salzburger Altstadt im ehemaligen Geschäftslokal Pflanzelter ein Bierlokal mit 280 Sitzplätzen, das Gasthaus zur Goldenen Kugel.

Weitgehend unbekannt ist jedoch die Tatsache, dass das weltweit größte Oktoberfest auf einen Salzburger zurückgeht. Genauer gesagt auf eine Thalgauer Bürger, Carl Ehrenbert Freiherr von Moll. Moll war während seiner Tätigkeit in München ab 1804 auch Vorstandssekretär des Landwirtschaftlichen Vereins in Bayern und als solcher einer der Väter einer alljährlich in München eingeführten Agrarausstellung, die sich später zu dem bekannten „Oktoberfest“ entwickelte.

Personengeschichten

Kunstfälscher

Der Kunstgärtner Josef Rosenegger war Besitzer des schönen Landguts Bürglstein, dem späteren Schloss Arenberg, und wurde durch Zufall Hobbyarchäologe und als solcher entdeckte er bei Grabungsarbeiten für den neuen Park einen großen römischen Friedhof. Als diese, echten, Funde schließlich alle verkauft waren, "produzierte" er selbst eigene "Funde". Auch der König von Bayern, Ludwig I., kaufte 1833 und 1837 Funde an. Schon zu Lebzeiten des Königs erkannten dessen Spezialisten, dass es sich um Fälschungen handelte; aber aus Rücksicht auf den König behielten sie dieses Wissen für sich. Nach dem Tod des Königs wanderte die "Sammlung Rosenegger" ins Depot.

Zufluchtskönige

Als Anfang des 19. Jahrhunderts Salzburg Teil des Königreichs Bayern war, residierte Kronprinz Ludwig von Bayern (der spätere Ludwig I. von Bayern) als Generalgouverneur des Inn- und Salzachkreises im Salzburger Schloss Mirabell, wo sein Sohn Otto, der spätere König von Griechenland geboren wurde.

Im Wasserschloss Anif nahm der bayerische König Ludwig III. am 7. November 1918 Zuflucht, während in München der Freistaat Bayern ausgerufen wurde. Am 12. November folgte seine Anifer Erklärung.

Persönlichkeiten aus München

Salzburger in München

Der Schauspieler Franz Muxeneder kam 1920 in Salzburg zur Welt und starb 1988 in München.

1978 erhielt Herbert von Karajan die Ehrendoktorwürde der Universität München

Bahngeschichten

Der Hauptbahnhof Salzburg wurde am 12. August 1860 im Beisein des Kaisers Franz Joseph I. von Österreich und des Königs Maximilian II. von Bayern eröffnet. Als Grenzbahnhof wurde er gemeinsam von der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn und der (bayerischen) Maximiliansbahn verwaltet. Grenzbahnhof blieb der Salzburger Bahnhof und noch heute kann man dort Fahrkarten für die Deutsche Bahn kaufen.

Im Dezember 2013 nahm eine private Bahnlinie mit dem Meridian einen neue Bahnverbindung zwischen Salzburg und München auf.

Nazigeschichten

Die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim in der Stadelheimer Straße im Münchner Stadtteil Giesing ist eines der größten Gefängnisse Deutschlands. Im Laufe seiner Geschichte wurde in Stadelheim auch die Todesstrafe an mindestens 1 049 Gefangenen vollzogen. Von 1895 bis 1927 waren es 13, der Großteil wurde in der Zeit des Nationalsozialismus hingerichtet, darunter auch Salzburger Bürger.

Weiterführend

Für Informationen zu München, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge