Landtag unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau

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Der Landtag unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau setzte sich folgendermaßen zusammen.

Landtag

Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau residierte von 1587 bis 1612.

Wahl durch das Domkapitel, das waren 24 am Salzburger Dom berufene Geistliche
sie wählten den Erzbischof als Landesfürsten
dem unterstellt waren die Hohe Salzburger Landschaft (Gliederung siehe dort)
Prälatenstand Adelsstand Stand der Städte und Märkte
sowie deren Eigenleute auf den Grundherrschaften der Prälaten beim Salzburger Adelsstand waren es etwa 30 bis 50 Familien mit etwa 50 bis 100 berechtigen Mitgliedern, zu ihnen gehörten noch Eigenleute auf den Grundherrschaften der Ritterschaft je zwei Vertreter der Städte Salzburg, Laufen an der Salzach, Hallein, Tittmoning, Mühldorf am Inn, Radstadt, Gmünd (nur bis 1555) und der Märkte einschließlich der domkapitlischen Mauterndorf, sowie Vertreter der Land- und Pfleggerichte (die Bauernschaft) von 1456 bis 1543;
sie verhandelten mit dem Fürsterzbischof über folgende Dinge
Verhandlungen bei den Landtagen über die Vorgaben der Verhandlungsgegenstände, die vom Fürsterzbischof vorgegeben waren, die dann mit Beantwortungen unverbindlicher Gegenvorschlägen in einen Landtagsabschied mündeten. Zu ihren Aufgaben gehörte auch die Bewilligung und Einhebung indirekter Steuern sowie deren Abführung an den Landesfürsten. 1597 übertrug Wolf Dietrich die Steuerverwaltung der fürstlichen Hofkammer, wo diese Aufgabe bis 1620 blieb.

Quelle