Gmünd

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel hat einen Salzburgbezug
Der Inhalt dieses Artikels hat einen Salzburgbezug, der mindestens eine der Salzburgwiki-Artikel-Richtlinien erfüllt.

Gmünd, Ansicht von der Burg
Karte
Gmünd

Gmünd ist eine kleine Stadt in Kärnten im Bezirk Spittal an der Drau auf 741 m ü. A. mit etwa 2 700 Einwohnern.

Lage

Gmünd liegt an der Einmündung der Malta in die Lieser, westlich des Nationalparks Nockberge an der schon von den Römern benutzten Straße über den Katschberg. Heute führt auch die Tauernautobahn an der Stadt vorbei.

Allgemeines

Die alte Burgstadt ist seit 1292 Stadt und ist seit dem 15. Jahrhundert auch wichtige Handelsstadt. Der Sommerfremdenverkehr ist hier dominierend. Zu sehen gibt es:

  • ein Stadtmuseum,
  • das einzige europäische Porsche-Automuseum im Privatbesitz,
  • Stadtbefestigung aus dem 13. Jahrhundert mit Pankrazitor, Unteres Tor und Maltator;
  • das alte Schloss, das urkundlich 1252 erstmals erwähnt wurde, ist seit 1886 Ruine und wird seit einigen Jahren von Malern und einer Galerie genutzt;
  • das Neue Schloss Lodron (1651 bis 1654 errichtet) erinnert an die Zeit der Herrschaft der Lodron hier in diesem Teil Kärntens, heute ist darin eine Schule untergebracht;
  • gotische Stadtpfarrkirche (14. - 15. Jahrhundert) mit Hochaltar von 1722;
  • gotischer Rundkarner (1370) mit Wandmalereien;
  • Stadtmuseum im Torturm; Kalvarienbergkapelle (1629 gestiftet);
  • Stadtplatz mit Häusern des 16. - 18. Jahrhunderts;
  • Pranger (1576)

Salzburgbezüge

Lodron

Der ältere Sohn von Christoph Graf Lodron, der seinerseits ein Bruder vom Fürsterzbischof Paris Graf Lodron war, hatte hier in Gmünd das Zentrum seiner Herrschaft. Paris Graf Lodron erhielt am 13. Mai 1649 die Herrschaft über Gmünd.

Porsche

Während des Zweiten Weltkriegs lagerte Ferdinand Porsche einen Teil seiner Produktion nach Gmünd aus. Als 1948 Ferdinand Porsche nach 22 Monaten Internierung in Frankreich (die unter mysteriösen Umständen eingefädelt wurde) mit seinem Sohn Ferry in Gmünd den ersten Porsche fertigte, war die Geburtsstunde des Sportwagens.

Am 15. Juni 1948 ließ Porsche den Wagen mit der Konstruktionsnummer 356 beim Amt der Kärntner Landesregierung mit dem Kennzeichen K-45.286 zulassen. Dieser erste Porsche war mit einem 1,1-Liter-Mittelmotor ausgestattet, der es auf 35 PS brachte.

Als Teststrecken wurden die Katschberg Straße, der Radstädter Tauernpass, die Turrach und die Großglockner Hochalpenstraße verwendet.

Die Nummer 10 dieses Porsches gewann dann 1951 den ersten Klassensieg im 24 Stunden von Le Mans-Rennen. 52 Porsche liefen aus dem Werk Gmünd, bevor der Nachschubmangel an Teilen und die Möglichkeit, die Firma flächenmäßig auszuweiten, Porsche veranlassten, seine Firma wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen, Deutschland, zu verlegen, wo sie bis zum Zweiten Weltkrieg ja schon als technisches Konstruktionsbüro zu Hause gewesen war.

Oberkärntner Herrschaft Gmünd

Der Salzburger Erzbischof Ortolf von Weißeneck verpachtete 1354 einem Bürger aus Judenburg, Hans Poym, und Änderlein die Bergwerksgefälle in Gastein, Rauris und in Mallenstein (Mallnitz?) auf drei Jahre. Es war dies die erste urkundliche Erfassung von Edelmetallbergbau im Gebiet vom Lungau und Oberkärntens. Eine spätere Erwähnung (1359) derselben Gebiete findet sich auch in einem späteren Bergwerks-Pachtvertrag. Aus anderen Aufzeichnungen geht hervor, dass möglicherweise der Goldbergbau im Raum Malta in Oberkärnten wichtiger und ertragreicher gewesen sein könnte als im Murwinkel im Lungau[1].

Weiterführend

Für Informationen zu Gmünd, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Weblinks

Quellen

  1. Quelle Das Buch vom Tauerngold, Seite 296ff