Maria Koller

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Maria Koller

Maria Koller (* 1937 in Seeham) ist Bäuerin und Schriftstellerin.

Leben

Sie spricht nicht gerne über ihr eigenes Schicksal und über jene Kindheitsjahre, in denen sie ausgestiftet war. So wie es früher viele Kinder waren, die unehelich geboren wurden.

Auf die Welt kam Maria Koller 1937 in Seeham als uneheliches Kind einer Bauernmagd. Zwei Wochen nach ihrer Geburt kam sie zu Pflegeeltern, wo sie neun Monate blieb, ehe sie zu ihren endgültigen Zieheltern Maria und Matthias Lindner, Bauersleute in Außerwall, Gemeinde Obertrum, kam, die selbst vier Töchter hatten.

Maria Koller erinnert sich gerne an sie: "Es waren sehr gute Menschen, die hart gearbeitet haben und die Kinder, egal ob ihre eigenen oder mich als Pflegekind, gut behandelt haben." Selbst als sie mit 16 Jabren zu ihrer leiblichen Mutter als Magd kommen konnte, gehörte ihre ganze Liebe ihren Zieheltern. 1965 wurde Koller Nebenerwerbsbäuerin in Michaelbeuern. Wieder erlitt sie einen schweren Schicksalsschlag, als 1970 ihr Gatte bei einem Verkehrsunfall starb und die beiden Söhne noch klein waren. 1974 heiratete sie abermals, 1990 übergab sie schließlich den Hof und zog nach Berndorf bei Salzburg.

Die Schriftstellerin

In ihren hochsprachlichen Erzählungen beschreibt Maria Koller ihre Kindheits- und Jugendjahre, spricht über ihre Puppen und die früheren Bräuche. Das Prägende an ihren Erzählungen sind die Geschichten vom Glücklichsein. "Diese kann man erzählen, wenn man selbst eine schwierige Zeit hatte und auch die andere Seite des Lebens kennt", so Maria Koller.

Die Mundartgedichte sind schön gegliedert, und man kann den dörflichen Jahreskreis nachempfinden. Vieles aus den für Maria Koller typischen charakteristischen Erzählungen beinhalten die bisher veröffentlichten vier Gedichtbände "Zan Nachdenken und Schmunzeln", wie auch der erste Band heißt, und die weiteren Bände "Gang durch die Zeit", "Allweil glücklich sein" und "Ein Weg zum Glück".

Auch das soziale Engagement von Maria Koller ist bedeutend. Pro verkauftem Band gehen fünf Euro an die Stiftung der Schwestern Moises nach Kolumbien.

Quelle