Seeham

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Ortsbild
Seehamansicht von Dürnberg aus.jpg
Karte
Karte seeham.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: 10,38 km²
Geografische Koordinaten: 47° 58' N, 13° 4' O
Höhe: 506 m ü. A.
Einwohner: 1 939 (1. Jänner 2018)
Postleitzahl: 5164
Vorwahl: 0 62 17
Gemeindekennziffer: 50332
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
geografische Karte der Gemeinde:
Gemeindeamt: Hauptstraße 49
5164 Seeham
Offizielle Website: www.seeham.at
Politik
Bürgermeister: Peter Altendorfer (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 15 Mitglieder: 10 ÖVP,
3 SPÖ,
2 FPÖ,
2 Grüne
Bevölkerungs-
Entwicklung [1]
Datum Einwohner
1869 (31. 12.) 514
1880 (31. 12.) 539
1890 (31. 12.) 600
1900 (31. 12.) 577
1910 (31. 12.) 601
1923 (07. 03.) 676
1934 (22. 03.) 697
1939 (17. 05.) 660
1951 (01. 06.) 829
1961 (21. 03.) 865
1971 (12. 05.) 977
1981 (12. 05.) 1 164
1991 (15. 05.) 1 476
2001 (15. 05.) 1 677
2011 (31. 10.) 1 786
2017 (01. 01.) 1 916

Seeham ist eine Gemeinde im nördlichen Flachgau im Salzburger Seengebiet.

Geografie

Panorama, gesehen von der Wiesenbergstraße
Seeham am Westufer des Obertrumer Sees, Ansicht von Kälberpoint nach Osten
Seeham: Luftbild 05.12.2015
Luftbild von Seeham ca. 1940
Luftbild von Seeham ca. 1935

Geografische Lage

Seeham liegt am Westufer des Obertrumer Sees, der selbst zur Gänze zum Gebiet der Marktgemeinde Mattsee gehört. Die Gemeinde Seeham ist von Salzburg etwa 25 km entfernt. Zu erreichen ist Seeham über die Mattseer Landesstraße und über die Obertrumer Landesstraße. Im Westen erheben sich sanfte Hänge hinauf zum Flyschrücken des südwestlich gelegenen Haunsbergs. Nach Norden und Nordosten flacht die Landschaft ins oberösterreichische Innviertel ab.

Gewässer

In den Obertrumer See münden im Ortszentrum von Seeham der Pfarrgrabenbach aus dem Pfarrgraben und in der Ortschaft Matzing der Teufelsgraben-Angerbach aus dem Teufelsgraben. Die Mattig durchfließt den Obertrumer See, den sie im Nordosten als Aag verlässt und in den Grabensee mündet.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Das Gemeindegebiet von Seeham umfasst 10,38 km²; nach der Flächengröße ist das Rang: 111 von 119 Gemeinden im Bundesland Salzburg. [2]

Gliederung der Gemeinde

Die politische Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Matzing (Ew.: 599) und der Katastralgemeinde Seeham (Ew.: 1 186), zusammen 1 785 Einwohner (Ew.) mit Stand 31. Oktober 2011. Diese beiden Katastralgemeinden sind auch gleichzeitig die beiden Ortschaften der Gemeinde. Das Siedlungsgebiet der Gemeinde besteht aus dem Ortsgebiet rund um das Ortszentrum, dem Ortsteil Seeham (im engeren Sinne) sowie aus 32 Weilern:

Aining, Ansfelden, Asperting, Berg, Dürnberg, Ed, Einödwimm, Eisenharting, Eisenmühle, Feichten, Fraham, Gimelsberg, Gröm, Halt, Hub, Innerwall, Kälberpoint, Kernwimm, Lina, Matzing, Moos, Röhrmoos, Röhrmoosmühle, Schiessentobel, Schupfen, Seeleiten, Sprunged, Talacker, Tur, Tobelmühle, Webersberg und Wiesenberg;

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Seeham grenzt:

Geologie

Der Ort befindet sich in der Flyschzone. Er liegt am Westufer des Obertrumer Sees im Mattseebecken. Im Westen des Gemeindegebiets erhebt sich der Flyschrücken des Haunsbergs.

Religionen

Die Kirche der römisch-katholischen Pfarre Seeham ist die Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer. Im Pfarrgebiet gibt es noch die Friedenskapelle und weitere kleinere Kapellen.

Geschichte

Die Geschichte von Seeham ist eng mit dem zwischen 760 und 765 vom Baiernherzog Tassilo III. gegründeten Benediktinerstift Mattsee – ab 1045 Kollegiatsstift – verknüpft, das bis 1398 territorial und bis 1807 kirchenrechtlich dem Bistum Passau unterstand. 1398 verkaufte der Bischof von Passau die Burg und Herrschaft Mattsee und das Gebiet der Trumer Seen kam so in den territorialen Besitz des Erzbischofs von Salzburg. 1568 ist Seehaim auf der Bairischen Landtafel von Philipp Apian verzeichnet[3].

Am 9. Dezember 1807 trat der Reichsfürst und Bischof von Passau, Leopold Leonhard Raymund Graf von Thun und Hohenstein, die noch in seinem kirchlichen Wirkungsbereich, aber innerhalb der Salzburger Landesgrenzen liegenden Pfarrgemeinden - darunter Seeham - frei (=unentgeltlich) an das Erzbistum Salzburg ab.

Nach der bürgerlichen Revolution von 1848 wurde von Kaiser Franz Joseph I. im März 1849 das „Provisorische Reichsgemeindegesetz“ erlassen und die Gemeindegrenzen von Seeham nach dem „Franciszäischen Kataster“ von 1830 festgelegt. Das Protokoll der ersten Sitzung des Gemeindeausschusses der Gemeinde Seeham ist mit 19. Juli 1850 datiert. [4]

1873 erscheint eine erste Broschüre "Seeham am Trumersee bei Salzburg, mit seinen Umgebungen, Seebädern und Ausflügen" im Verlag von Max Glonner. Als Anhang ist eine von Karl von Frey nach der Natur gezeichnete und autographierte Aussicht von der Wiesenberghöhe beigegeben. [5] [6]

Um 1875 entwickelte sich Seeham zu einem Ort der Sommerfrische. Das Hotel Siegl (heute: Dorfwirt Eberl) wird vom Gastwirt Josef Sigl [7] errichtet und legt dieser den dazugehörigen Park an. Es war damals das erste Hotel im Flachgau. Ein "Saison-Verein" [8] [9] zur Förderung des Fremdenverkehrs wird gegründet. Mehrere Privatpersonen errichten eine erste Badeanstalt. 1927 erwirbt der Saisonverein schließlich die Gesamt-Konzession für den Badebetrieb und das gesamte Parkgelände. Mitte der 1930er Jahre bestehen dort ein kleines Strandbad, der Seewirt, es gibt eine Bootsvermietung und einen Tennisplatz (bestehend bis ca. 1980). 1954 wird die Badeanstalt neu errichtet. In den 1960er Jahren wird das Strandbad durch Aufschüttung auf die heute gegebene Fläche vergrößert. Bis in die 1960er Jahre war Seeham noch ein Dorf in Seenähe.

In den 1970er bis 1990er Jahren wächst der Ort durch Verbauung den Dürnberg hinauf nach Westen, sowie bis Gröm nach Süden und nach Südwesten den Wiesenberg hinauf; es vergrößern sich die Weiler Fraham und Matzing. [10]

Heute (2015) hat Seeham ca. 1 800 Einwohner. Der Fremdenverkehr hat für den Ort eine große Bedeutung. Die ortsansässigen Landwirte betreiben ökologische und nachhaltige Landwirtschaft, Viehzucht und Milchproduktion, sodass die Marke "Biodorf" eine solide lokale Basis besitzt. Es gibt kleine und mittlere Einzelhandelsunternehmen sowie Produktionsbetriebe, die sich harmonische ins Ortsgefüge integrieren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Panoramaaufnahme des Ortszentrums
Gemeindeamt Seeham im denkmalgeschützten ehemaligen Schmiedbauernhof
Blick im Ortszentrum auf die Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer

Aussichtspunkte

Bauwerke

Museen

Musik

Theater und Kultur

Kulinarische Spezialitäten

  • frische Fische aus dem Obertrumer See bei Johann Mösl, Berufsfischer

Sport

Segeln, Minigolf, Tennis

Vereine

Sportvereine

Volkskulturvereine

Regelmäßige Veranstaltungen

Natur

Panoramaaufnahme: Naturschutzgebiet Frahamer Bucht

Das Landschaftsgebiet an den drei Trumer Seen nördlich von Seeham bis Perwang am Grabensee, sowie östlich von Fraham über Zellhof nach Mattsee steht seit 1979 unter Naturschutz [12]. Die Feuchtwiesen an den Seenufern, der dichte Schilfgürtel in der Frahamer Bucht und am Schnabelspitz entlang nach Zellhof, der Durchfluss der Mattig (mundartlich auch Aag genannt ) und das zwischen diesen befindliche Hochmoor bilden ein intaktes Ökosystem für die Vogel-, Fisch- und Insektenwelt am Obertrumer See. Es ist die Heimat geschützter und gefährdeter Pflanzen- und Tierarten, sowie Brutplatz für geschützte und gefährdete Vogelarten und Rastplatz für Zugvögel. Für Segler und Ruderer stehen außerhalb dieser unter Naturschutz stehenden Uferbereiche ausreichend andere Wasserflächen zur Verfügung. Die Wasserqualität des Sees ist hervorragend.

Themenwege

Naturerlebnisse

Wirtschaft und Infrastruktur

Hotel-Landgasthof "Zum Altwirt"
Strandbad Seeham, Südwest nach Nord
Seebühne Seeham mit dem Obertrumer See (Panorama)
Seeham vom Obertrumer See

Verkehr

Das Gemeindegebiet wird von der Obertrumer Landesstraße (L 102) durchzogen. Nördlich des Gemeindezentrum beginnen die Berndorfer und die Gransdorfer Landesstraße. Die Gemeinde ist an das ÖBB-Postbus-Liniennetz angeschlossen.

Straßen

Landwirtschaft

Seeham ist ein 'Biodorf'. Landwirtschaft wurde stets traditionell betrieben und seit Mitte der 1990er-Jahre auf biologische und nachhaltige Bewirtschaftung gezielt ausgerichtet. Ein Verzeichnis der Biobauern ist zu finden auf 'biologisch.at'.[13]

Ansässige Unternehmen

Hotels, Gasthöfe und Cafés

Unternehmen und Betriebe

Medien

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsdienste

Bildung

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Seeham

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Gemeinde Seeham

Wappen

Seeham Wappen auf Salzburg Fahne 01.jpg

Am 18. Juli 1946 wurde der Gemeinde Seeham durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

Ein geteilter Schild, oben in Weiß ein blauer Fisch (Rheinanke), unten in Rot über natürlichem Wasser ein weißes,zweifenstriges Bootshaus mit rot-weiß-rot sparrenweise geteilten Tor und gelbem Dach.

Persönlichkeiten

  • In Seeham verstarb der österreichische Physiker Egon Schweidler [14] [15]
  • Hans-Joachim Kulenkampff (*1921; † 1998), deutscher Schauspieler, Fernsehmoderator und Quizmaster, verbrachte seine Pension in Seeham und starb in seinem Haus am Obertrumer See.

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Gemeinde Seeham
  • Alois Schmiedbauer (* 1902; † 1989 in Salzburg), Lehrer, Professor, Maler, Fotograf, Autor

Bilder

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Weblinks

Quellen

Fußnoten

Gemeindegliederung von Seeham
Städte und Gemeinden im Flachgau
TennengauSalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Flachgau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

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