Hauptmenü öffnen

Melanie Stefan

Melanie I. Stefan (* 1981 in Hallein) ist Biowissenschafterin.

Leben

Melanie Stefan legte im Jahr 1999 am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Hallein die Matura ab. Sie war unsicher, ob sie Biologie oder Mathematik studieren solle – und studierte an der Universität Salzburg beides.

Auf Empfehlung eines Professors durfte sie im Jahr 2003 zum alljährlichen Nobelpreisträgertreffen nach Lindau fahren. Dort lernte sie Christiane Nüsslein-Vollhard kennen, die Medizin-Nobelpreisträgerin von 1995. Bei dieser konnte sie in der Folge in Tübingen am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie ihre Diplomarbeit schreiben. Die Arbeit befasste sich mit Genen, die das Wachstum der Haut des Zebrafischs (eines wichtigen Modellorganismus) steuern. Im Jahr 2005 schloss sie in Salzburg ihr Diplomstudium mit Auszeichnung ab.

Eine weitere wichtige Station ihrer wissenschaftlichen Laufbahn war das European Bioinformatics Institute der Universität Cambridge. Hier promovierte sie in Bioinformatik und Molekularbiologie. Ihre Dissertation behandelte das Simulieren von Proteinen, die beim Lernen und Gedächtnis eine Rolle spielen. Dafür wurde sie mit dem Christian-Doppler-Preis 2009 in der Sparte „Biowissenschaften“ ausgezeichnet. Ein halbes Jahr lang arbeitete sie dann in einem Labor in Tokio, danach von November 2010 bis Juni 2013 auf einer Postdoc-Stelle am California Institute of Technology in Pasadena. Von 2013 bis 2015 forschte und unterrichtete sie in Boston an der Abteilung für Neurobiologie der Harvard Medical School. Hier war es als Lecturer and curriculum fellow vor allem ihre Aufgabe, mehr computergestützte Biologie ins Curriculum zu bringen.

Seit April 2015 ist sie als Edinburgh-Zhejiang Lecturer an der Universität Edinburg tätig.

Ihre Empfehlungen an Studienanfängerinnen: Das zu machen, was man gerne macht, und es zu wagen, aus tradierten Rollen herauszufallen.

Von Melanie Stefan stammt die Idee zu einem „Lebenslauf des Scheiterns“. Sie rief ihre Kollegen im Jahr 2010 im Fachjournal „Nature“ auf, Ablehnungen aufzulisten und so die Dinge in die richtige Perspektive zu setzen. Da die meisten Stipendien Erfolgsraten von 15 Prozent haben, sei man statistisch nur bei jeder siebenten Bewerbung erfolgreich und müsse mit der Absage rechnen.

Quellen

Weblinks