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Naturpark Riedingtal

Das Riedingtal mit Zaunerhütte
Blick über die Hinterrieding-Almhütten von der Örgenhiasalm über Waschberg - und Zauneralm auf Faulkogel und Mosermandl
Naturpark Riedingtal, im Hintergrund Faulkogel und Mosermandl

Der Naturpark Riedingtal befindet sich im nordwestlichen Lungau.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Dieser Naturpark am Riedingbach im Riedingtal liegt an der südöstlichen Abdachung der Niederen Tauern unterhalb des Mosermandls (2 680 m ü. A.) mit einer Verbindung in den Pongau zum Tappenkarsee. Auf Lungauer Seite gehört er zum Gemeindegebiet von Zederhaus.

Gewässer

Zwei Gewässern durchfließen den Naturpark. Der Hintere Riedingbach hat seine Quelle bei der Wasserfallscharte. Nach 8,5 km mündet er in den Schlierersee, wobei er bis dorthin zahlreiche Seitenbäche aufnimmt. Da er noch größtenteils unverbaut fließt, hat er eine große ökologische Bedeutung. Der hintere Zederhausbach entwässert bis zur Mündung ein Gebiet von 162 km².

Neben dem Schlierersee gibt es über 40 natürliche Seen oder Tümpel im Naturpark. Zu den größten zählen der Riedingsee, die Boarnlacke, der Rothenwändersee, die Esser Seen, der Zaunersee, der Hoislsee und der Ilgsee. Kleinere Tümpel prägen das romantische Landschaftsbild. Sie werden von Schneefeldern, kleine Gewässeren oder Quellen gespeist. Für einige Amphibien, wie dem Grasfrosch oder dem Bergmolch dienen die kleinen Gewässer als Laichhabitate.

Gespeist wird er von zahlreichen kleinen und größeren Nebengewässern die in großer Dichte im gesamten Talraum auftreten. Bis zur Schliereralm ist das natürliche Abflussregime nur durch zwei Kleinkraftwerke (private Energiegewinnung) gestört. Im Bereich der Schliereralm wird ein Teil des Wassers in einem Stausee zurückgehalten und von hier aus unterirdisch zum Kraftwerk der Salzburg AG in Zederhaus geleitet.

Der Vordere Riedingbach entspringt südlich des Riedingtals, unterhalb der Riedingscharte und ist deutlich kürzer als der Hintere Riedingbach. Aufgrund des kleinen Einzugsgebietes und der geologischen Situation (vorwiegend Wettersteindolomit) schwillt das zeitweise trocken fallende Gewässer bei Starkniederschlägen binnen kürzester Zeit stark an. Der damit verbundene hohe Geschiebetrieb erforderte den Bau eines Retentionsbeckens vor der Einmündung in den Stausee bei der Schliereralm.

Weblinks

Quelle