Bergmolch

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Bergmolchweibchen in der Landtracht auf dem Weg in ihr Laichgewässer in der Patschgwiese in Dorfgastein
Bergmolchmännchen in der Wassertracht in einem Tümpel neben einem Almweg

Der Bergmolch - auch Alpenmolch (Mesotriton alpestris) genannt - zählt zu den Tieren im Nationalpark Hohe Tauern.

Beschreibung, Lebensweise, Vorkommen

Er wird bis zu zwölf Zentimeter lang und ist in seiner Landphase unauffällig gefärbt. In seiner Wasserphase ist der Bergmolch an seiner Bauchfärbung sicher zu erkennen: es ist ein ungeflecktes Orange bis Rot, das ihn von anderen Molcharten wie dem Teichmolch unterscheidet. Seinen niedrigen und ungezähnten Rückenkamm samt hellblauen Seitenstreifen weist der Bergmolch ebenfalls nur während der Paarungszeit auf.

Er kommt in Tallagen ebenso wie in hochalpinen Grasheiden vor. Er ist nachtaktiv und bewohnt sowohl Wälder als auch waldlose Flächen in der Nähe der Laichgewässer. Dort erscheint der Bergmolch – je nach Höhenlage – zwischen April und Juni. Bergmolche veranstalten ein ausgiebiges Paarungszeremoniell, das bis zu zwei Monate dauern kann. Anschließend klebt das Weibchen seine Eier einzeln an Wasserpflanzen. Ein Weibchen deponiert so bis zu hundert Eier.

Die Larven schlüpfen nach ein bis zwei Wochen. Sie sind vierbeinig und haben äußere Kiemen. Ist der Sommer in hochalpinen Lagen für ihre Ausreifung zu kurz, verbleiben die Larven auch den Winter über im Geburtsgewässer. Bergmolchlarven können sich auch fortpflanzen, ohne selbst auszureifen. Es entwickeln sich dann erst Folgegenerationen zum Molch. In höheren Lagen pflanzt sich der Bergmolch gelegentlich nicht in jedem Jahr sondern nur alle zwei Jahre fort. Diese flexiblen Fortpflanzungs- und Reifungsprozesse sind Anpassungen an die in höheren Lagen herrschenden harten Lebensbedingungen.

Bildergalerie

Mehr über den Bergmolch

Quellen