Schloss Wildshut

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Das kurfürstliche Schloss Wildshut nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721
Schloss Wildshut heute

Schloss Wildshut ist ein Schloss in der Ortschaft Wildshut, Gemeinde St. Pantaleon in Oberösterreich, nahe der Grenze zu Salzburg.

Geschichte

Erstmals wurde das Schloss 1115 gemeinsam mit dem Schlossherrn Albert de Hutte als castrum Hutte urkundlich genannt. 1387 wurden die Herren von Wylczhut urkundlich erwähnt. Damals existierte am heutigen Standort bereits eine Burg. Sie diente den Herzögen von Bayern als Jagdschloss und lag an der Grenze des Herzogtums Bayern zum Erzbistum Salzburg. 1402 wurde sie Sitz des Landgerichts im Weilhart, die Familie der Nußdorfer erhielt sie als Lehen. Um das Jahr 1500 wurde die Burg wieder von den bayrischen Herzögen übernommen, die mehrere Umbauten in Auftrag gaben. Die Verwaltung erfolgte durch Pfleger. Im 17. Jahrhundert waren die Wohnverhältnisse in der Burg so schlecht, dass die Pfleger die Pflegschaft von ihren eigenen Schlössern aus durchführen durften.

Nach der Übergabe des Innviertels 1779 an Österreich wurde im Schloss ein eigenständiges Kreisgericht Wildshut untergebracht. Von 1810 bis 1816 war es dem salzburgischen Landgericht Laufen unterstellt und wurde danach wieder selbständig. Bis 2002 war im Schloss das Bezirksgericht Wildshut untergebracht. Nach der Auflösung wurde das Schloss an Georg Florens Traugott verkauft, der es vorbildlich und umfassend renovieren ließ. Heute dient das Schloss zu Wohnzwecken und als Veranstaltungsort.

Quelle