Steinschmätzer

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Adultes Steinschmätzer-Weibchen, Braunkogel, Kitzbüheler Alpen

Der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) ist ein heimischer Brutvogel.

Zugehörigkeit

Er zählt zu den Drosseln (Turdidae). Innerhalb dieser großen Gruppe kleiner bis mittelgroßer Sperlingsvögel gehört der Steinschmätzer zur Familie kleiner Sperlingsvögel offenen Geländes, die sich meist am Boden aufhalten. Ihnen ist ein charakteristisches schwarz-weißes Schwanzmuster eigen, das oft ein umgekehrtes schwarzes „T“ aufweist.

Kennzeichen

Der Steinschmätzer zeigt in allen Kleidern (= Jugendkleid, Schlichtkleid, Prachtkleid) das oben erwähnte schwarz-weiße Schwanzmuster. Die Körperoberseite erscheint grau oder graubraun, der Überaugenstreif ist weiß oder beige. Im Prachtkleid (PK) sind Scheitel, Nacken und Rücken des Männchens aschgrau, der Überaugenstreif ist weiß. Es trägt eine schwarze Maske und auch seine Flügel sind schwarz. Kehle und Brust sind rosa-gelblich getönt, können im Sommer durch Ausbleichen auch weiß erscheinen.

Die Weibchen (und das Männchen im Herbst) sind oberseits graubraun, unterseits beige. Ihre Flügel und Ohrdecken sind dunkler, der Überaugenstreif ist nun hellbeige. Die Männchen im Schlichtkleid (SK) sind an den schwarzen Flügeln, die schmale helle Säume aufweisen, sowie an dem Schwarz an Zügel und Ohrdecken erkennbar. Weibchen haben dunkelbraune Flügel und keine Schwarzfärbung am Kopf.

Lebensraum und Vorkommen im Bundesland Salzburg

Der Steinschmätzer brütet in offenem, steinigem Gelände mit Wiesen. Dazu zählen Heiden, Strandwiesen, Weiden und Felder, sofern sie Legsteinmauern, felsige Inseln, Blocksteine oder Klippen aufweisen. Der Steinschmätzer brütet nicht nur in Südeuropa in alpinem Gelände, auch im Bundesland Salzburg ist er bis in große Höhen (von 1 150 bis 2 700 m Seehöhe) zu beobachten. Er brütet hier auf den alpinen Matten der Salzburger Zentralalpen und des Lungaus, sowie in den Kitzbüheler Alpen. Man schätzt die Population auf 1 000 – 10 000 Brutpaare und gilt der Steinschmätzer daher in Salzburg als nicht gefährdet. Er brütet in allen Bezirken, ausgenommen den nördlichsten Landesteil (Tieflage). Die Bestände sind in den Neunzigerjahren konstant geblieben.

Der Steinschmätzer ist ein Sommervogel, der sich meist von April bis Oktober bei uns aufhält. Er zählt zu den extremen Langstreckenziehern, denn er verbringt das Winterhalbjahr in Afrika südlich der Sahara.

Quellen