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Adneter Moos

Adneter Moos, dahinter der Adneter Riedl. Ostseitige Ansicht, Panorama
Adneter Riedl, davor das Adneter Moos, Ostansicht, Panoramaaufnahme. 2019
Adneter Moos, Eröffnung des Erlebnisweges im Mai 2013

Das Adneter Moos ist ein geschützter Landschaftsteil mit einer Fläche von ca. 40 ha und befindet sich in der Gemeinde Adnet (Tennengau) an der Ostseite des lang gezogenen Höhenrückens des Adneter Riedls. Es wurde 1983 unter Schutz gestellt.

Naturerlebnisse im Adneter Moos

Naturerlebnisweg wurde im geschützten Landschaftsteil durch gemeinsame Bemühungen ermöglicht.

Artikel in der Salzburger Landeskorrespondenz am 26. Mai 2013.

Unter dem Motto "Viel los im Moos" wurde gestern, Samstag, 25. Mai 2013, der Naturerlebnisweg im geschützten Landschaftsteil Adneter Moos von Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl eröffnet. Die Kosten für den Naturerlebnisweg mit Aussichtsturm inklusive dem Naturerlebnistag in Höhe von rund 50.000 Euro wurden über das Programm Ländliche Entwicklung des Europäischen Landwirtschaftsfonds (Maßnahme natürliches Erbe – Naturschutz) und vom Salzburger Naturschutzfonds finanziert.

"Das Adneter Moos ist ein Positivbeispiel dafür, wie durch die gemeinsamen Bemühungen der Gemeinde, der örtlichen Bevölkerung und der Naturschutzabteilung ein länger nicht mehr genutztes und stark verbuschtes Schutzgebiet wieder in eine intakte und gut vernetzte Streuwiesenlandschaft umgewandelt werden konnte", sagte Landesrat Eisl bei der Eröffnung. In der laufenden Periode der Ländlichen Entwicklung (2007 bis 2013) wurden rund 355.000 Euro für die ökologische Verbesserung des Schutzgebietes und für bewusstseinsbildende Maßnahmen investiert.

Die Aktionen rund um die Eröffnung des Themenweges beinhalteten unter anderem naturkundliche und vogelkundliche Exkursionen, eine Moor-Wissensrallye für Kinder und Erwachsene sowie die Vorführung des Projektfilms über den geschützten Landschaftsteil Adneter Moos.

Ökologisch wertvolle Wiesen wiederhergestellt

Um den Charakter des Feuchtgebietes wieder herzustellen, wurden in Zusammenarbeit mit den Bauern die verbuschten Streuwiesen wieder in ökologisch wertvolle Magerwiesen umgewandelt, mit rund 17 Hektar Streuwiesen und 6,5 Hektar Streifenpflugaufforstungen. Mit Hilfe von Artenschutzprojekten wurden im Adneter Moos gefährdete Tier- und Pflanzenarten gezielt gefördert. Dazu zählt das Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii), eine europaweit gefährdete Orchideenart der Streuwiesen. Für weitere typische Streuwiesenarten, wie das Schwarzkehlchen, wurde die Lebensraumsituation wieder deutlich verbessert.

Die Niedermoore des geschützten Landschaftsteiles Adneter Moos und des Santner Mooses, das kein Schutzgebiet ist, sind von ihren Lebensräumen und ihrer Ausprägung einzigartig im Tennengau. Sie stellen die letzten größeren Reste einer ehemals ausgedehnten offenen Streuwiesenlandschaft dar. Die Verbesserung des schlechten Erhaltungszustandes der Streuwiesen und Niedermoore war Ziel des 2004/2005 von der Naturschutzabteilung beauftragten Landschaftspflegeplanes und der Umsetzungsmaßnahmen.

Weblinks