Alois Persterer

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Alois Persterer (* 29. September 1909 in Saalfelden; † 30. Mai 1945 in Salzburg) war ein österreichischer SS-Obersturmbannführer, der als Befehlshaber des Sonderkommandos 10b am Mord an den Juden in der besetzten Ukraine, auf der Krim und im Kaukasus beteiligt war.

Leben

Von 1928 bis 1933 war Persterer als Autoschlosser im österreichischen Bundesheer tätig. Bereits am 1. März 1930 wurde er Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 897.521), später auch bei der SS (SS-Nr. 309.697). Persterer leitete als illegaler Nationalsozialist den SD-Abschnitt (Sicherheitsdienst) Salzburg und war auch als Kurier der Gauleitung tätig. Nach seiner Verhaftung erhielt er als Illegaler 18 Monate Arrest und Kerker. Nach dem Anschluss 1938 wurde Persterer aus der Haft entlassen und hauptamtlicher Leiter des SD in Salzburg.

Ab dem Zeitpunkt der Aufstellung im Mai 1941 in Pretzsch bis Dezember 1942 leitete Persterer des Sonderkommandos 10b, das beim Überfall auf die Sowjetunion Teil der Einsatzgruppe D war. Unter seiner Leitung verübte das Sonderkommando 10b u. a. am 4. Dezember 1941 das Massaker von Feodossija. Auch befahl er im April 1942 den Einsatz von Gaswagen zur effektiveren Ermordung von Juden.

Nach seinem Einsatz bei den Einsatzgruppen leistete Persterer Dienst im Reichssicherheitshauptamt (RSHA) zurück. Danach löste er Josef Vogt als Kommandeur der Sipo und des SD in den besetzten Gebieten Kärntens und Krains mit Sitz in Bled ab.

Er wurde am 30. Mai 1945 unter ungeklärten Umständen in Salzburg getötet. Er soll Opfer eines Überfalls gewesen sein, es wird aber auch berichtet,dass er beim Widerstand gegen seine Verhaftung durch amerikanische Soldaten erschossen wurde.

Quelle

Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Alois Persterer"