Andrea Klaushofer

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Andrea Klaushofer

Andrea Klaushofer (* 15. November 1975 in Faistenau, Flachgau) ist Mitglied des Faistenauer Jedermann Ensembles.

Als langjähriges Mitglied des Heimatvereins Zur Alten Linde in Faistenau wirkt sie seit dem siebenten Lebensjahr beim Jedermann mit. Die gelernte Bankkauffrau ist Marketenderin bei der freiwilligen Feuerwehr, Kassier-Stellvertreterin "bei den Trachtlern", sie war eine Funktionsperiode lang Mitglied des örtlichen Pfarrgemeinderats und Kassier-Stv. bei der Jungen Volkspartei. Beim Heimatverein kümmert sich Andrea um die Tracht.

Vorgestellt

"Ja, ich mag den Jedermann gerne", gesteht Andrea Klaushofer. Im Spiel vom Sterben des reichen Mannes Jedermann in Faistenau ist sie seine Geliebte.

"Wir arbeiten im gleichen Haus, er als Amtsleiter der Gemeinde im ersten Stock, ich als Bankangestellte im Erdgeschoß." Privat hat das natürlich nichts zu sagen. "Nein, ich bin nicht fix verbandelt".

Jedermanns Geliebte in der Version der Faistenauer wollte sie schon lange sein. Sie ist es seit der vergangenen Spielsaison vor drei Jahren – und jetzt wieder. Als zweite Besetzung. Mit ihr verkörpert Erika Mayrhofer die Buhlschaft. Die allerdings schon seit den 1990er Jahren.

Auch die übrigen Hauptrollen im Spiel des Faistenauer Jedermanns sind doppelt besetzt. "Passiert ist noch nie etwas, aber die doppelte Besetzung hat sich als gut erwiesen", sagt Klaushofer. Immerhin sind – Schönwetter vorausgesetzt – zwölf Aufführungen unter der alten Linde auf dem Dorfplatz zu spielen. Ausweiche bei Schlechtwetter gibt es keine. Mit dem Spiel vom Sterben des reichen Mannes ist die Bevölkerung von Faistenau seit Kindheit an verbunden. Auch Andrea Klaushofer.

Seit 1955 wird die Version, die der Mondseer Josef Punk nach der Textfassung von Franz Löser erarbeitet hat, gespielt. Andrea durfte mit sieben Jahren schon als Engerl mitwirken, dann war sie jahrelang Souffleuse, tanzte mit der Gruppe auf der Bühne und ist seit der vorigen Spielsaison Jedermanns Partnerin. Klaushofer: "Bei uns ist sie die Geliebte, und nicht Buhlschaft."

Andrea Klaushofer ist als Vereinsmitglied des Heimatvereins "Zur alten Linde" und vor allem auch durch ihre Familie an das Spiel gebunden: Vater Hartmann mimt seit vielen Jahren den Dicken Vetter, Mutter Maria seine Gattin, Bruder Wolfgang ist jetzt als zweite Besetzung in die Rolle des Dicken Vetters geschlüpft, zwei Kinder der Schwester Annemarie sind heuer Engerl und Bruder Peter ist für die Beleuchtung zuständig.

Für die Rolle als Jedermanns Geliebte hat sich Andrea eine eigene Tracht entworfen. Es ist eine Abwandlung der Salzburger Bürgerinnentracht in Halbseide mit Goldschnüren und Stickwerk. "Ich sollte sie patentieren lassen", sagt die charmante Trägerin mit Stolz. Die weiblichen Mitglieder der Tischgesellschaft tragen die "Marktbürgerin".

Was ihr am Spiel am besten gefällt, sind die "traumhaften Stimmungen unter der Linde", aber auch kleine lustige Details, die das Leben auf der Bühne so spielen. Vor allem aber beeindruckt sie der tiefe Inhalt des Stückes, "der bei uns mit mehr Glaubwürdigkeit über die Bühne kommt als beim großen Jedermann auf dem Domplatz".

O-Ton

Theaterspielen ist meine Leidenschaft. Seit vielen Jahren mache ich bei den Einaktern unseres Heimatvereins mit, einige Jahre hab hab ich auch beim Berchtesgadener Bauerntheater mitgespielt.

Für mich ist es eine große Ehre und schöne Aufgabe, Jedermanns Geliebte darzustellen. Ich habe mir Aufführungen bei den Festspielen, im Fernsehen, in St. Veit und in Mondsee angesehen.

Was mich immer wieder beeindruckt, ist die Stimme Gottes.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Bernhard Strobl)

Weblinks

Homepage "Alte Linde"